Banken sind bei den Gebühren besonders erfinderisch. Wer Preisaushänge und -verzeichnisse studiert, erhält eine Vorstellung vom Einfallsreichtum der Institute. Die Bandbreite der Gebühren ist groß und immer wieder Gegenstand von juristischen Auseinandersetzungen.
Es überrascht daher nicht, dass die Bankgebühren für viele Kunden ein Ärgernis sind. Es sind naturgemäß weniger die Posten, die bei besonderen und seltenen Geschäftsvorgängen anfallen, die Anstoß erregen, als die typischen Kosten des Tagesgeschäfts. Das zeigt eine Umfrage der GfK, die im vergangenen Jahr im Auftrag der ING DiBa durchgeführt wurde. Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe von über 900 Bundesbürgern. Die Umfrage wurde im August 2014 durchgeführt.
Am meisten ärgern sich die Deutschen über Kontoführungsgebühren. 38 Prozent der Befragten gaben diesen Punkt bei ihrer Antwort an. Auf den nächsten Plätzen folgten mit 25 Prozent Gebühren am Geldausgabeautomaten (GAA) und Überziehungszinsen für das Girokonto mit 22 Prozent. Dagegen beanstandeten nur vergleichsweise wenige Teilnehmer die Gebühren bei Kreditkarten, Wertpapierdepots und andere Posten. Lediglich 7 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Gebührenhöhe insgesamt zufrieden.
Besonders im Fokus standen Gebühren bei Abhebungen am Geldautomaten. Die fallen primär dann an, wenn an einem Automaten eines fremden Instituts abgehoben wird. 42 Prozent der Befragten gaben an, ein- bis zweimal im Monat Fremdautomaten zu nutzen, noch häufiger machen 7 Prozent davon Gebrauch. Die gute Hälfte der Bankkunden vermeidet das grundsätzlich. Die meisten Fremdnutzer – zwei Drittel – ärgern sich sehr über die GAA-Gebühren und immerhin 30 Prozent sehen das kritisch, nehmen die Gebühren aber in Kauf. Nur eine kleine Minderheit von vier Prozent nahm an den GAA-Gebühren keinen Anstoß.
Bei der Geldautomatennutzung sind Kunden von Instituten mit einem dichten Zweigstellennetz in der Regel im Vorteil. Allerdings sind filialisierte Institute auch meist diejenigen, die bei Kontoführung und Zahlungsverkehr noch beträchtliche Gebühren berechnen. Oft sind die Angebote von Direkt- und Online-Anbietern günstiger. Das gilt auch bei den Dispo-Zinsen, die sich trotz allgemein sinkender Zinsen nach unten recht unflexibel zeigen. Mit unseren Vergleichsrechnern, zum Beispiel zum Girokonto-, Kreditkarten– oder Depot-Vergleich haben Sie eine einfache Möglichkeit, die günstigsten Angebote am Markt zu identifizieren und für sich zu nutzen.
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