Diese Fehler sollten Sie beim Aktienkauf vermeiden

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Diese Fehler sollten Sie beim Aktienkauf vermeiden

Fehler Nr. 1: Investieren Sie in keine Unternehmen, deren Geschäftsmodell Sie nicht verstehen!

Wenn Sie nicht in 30 Sekunden erklären können, mit welchen Aktivitäten ein Unternehmen Geld verdient, dann lassen Sie die Finger davon sein. Einfache Geschäftsmodelle sind manchmal sogar am effektivsten – hochkomplizierte Produkte sind schwer zu verkaufen.

Fehler Nr. 2: Kaufen Sie keine Aktien aufgrund eines „Tipps“!

Ihr „unabhängiger“ Finanzberater hat Ihnen exklusiv verraten, dass eine brasilianische Kupfermine gerade attraktiv bewertet ist? Na und – soll er am besten selbst investieren. Niemand will behaupten, dass man sich nicht hin und wieder mal inspirieren lassen darf – die endgültige Entscheidung kann Ihnen jedoch niemand abnehmen!

Fehler Nr. 3: Kaufen Sie keine Aktie nur weil sie gerade die 200-Tage-Linie durchbrochen hat (Chart-Technik)!

Eine Aktie ist nicht die Summe aller Bewegungen, Auf- und Abwärtstrend oder Candle-Sticks der letzten 200 Tage! Eine Aktie stellt einen Anteil an einem Unternehmen dar. Charttechnik hat unserer Meinung nach bei der Auswahl von langfristigen Investitionsmöglichkeiten nichts zu suchen.

Fehler Nr. 4: Kaufen Sie keine Aktien mit fremden Geld!

Spekulieren Sie niemals auf Kredit. Sie sind nicht JP Morgan – mehr sollte dazu nicht gesagt werden müssen.

Fehler Nr. 5: Zahlen Sie niemals zu viele Spesen!

Bei einer Investition von 1.000 Euro und Spesen von 20 Euro je Trade bei der Hausbank muss der Kurs Ihre Aktien erstmal um 4 % steigen um wieder in die schwarzen Zahlen zu gelangen (Kursgewinnsteuer und andere Gebühren noch gar nicht einberechnet). Daumenregel: 5-10 Euro je Trade sind in Ordnung.

Wir empfehlen Kleinanlegern generell das extrem günstige Depot der OnVista Bank.
Für weitere günstige Broker-Angebote konsultierten Sie doch bitte unseren Vergleichsrechner.

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Fehler Nr. 6: Kaufen Sie keine Aktien für insgesamt unter 300 Euro – was die einzelne Aktie kostet, ist jedoch egal

Die Spesen fressen die Rendite auf – siehe Fehler Nr. 6. Lediglich Fondssparen ist mit kleinen monatlichen Beträgen möglich.

Fehler Nr. 7: Kaufen Sie keine Aktie ohne gewisse Szenarien zu berechnen.

Ein Aktienkauf ist mit Excel verbunden. Verwenden Sie unseren Aktienrenditerechner, ein beliebiges Internet-Tool oder basteln Sie sich selbst ein Model – wichtig ist nur, dass Sie sich über die Performance Ihrer Aktien im Klaren sind. Seien Sie ruhig ehrlich – rechnen Sie Spesen, Steuern (sowohl die Kursgewinnsteuer als auch die KESt auf Dividenden) und sonstige Gebühren ein. Sich selbst müssen Sie nicht belügen.

Fehler Nr. 8: Scheinbar teure Aktien meiden und scheinbar günstige Aktien bevorzugen

Manche Kleinanleger sind davon überzeugt, dass sich eine Aktie die 2 € kostest, viel schneller verdoppelt (also auf 4 € steigt) als z.B.: eine Aktie die 100 € kostet hat, auf 200 € verdoppelt. Das ist natürlich völlig falsch – der Preis einer einzelnen Aktie hat mit der Bewertung des Unternehmens Nichts zu tun.

Ein Unternehmen mit 100.000 Aktien im Umlauf und einem Aktienkurs von 100 Euro wird an der Börse mit 10 Millionen Euro bewertet. Ein anderes Unternehmen mit 10.000.000 Aktien im Umlauf und einem Aktienkurs von 1 Euro ist auch 10 Millionen Euro wert. Ein hoher Aktienkurs ist daher weder „gut“ noch „schlecht“.

Weitere Fehler?

Es gibt sicher noch weitere „Frequently Made Mistakes“ – diese Liste ist daher weder vollständig noch finalisiert. Fällt Ihnen noch ein weiterer „FMM“ ein?  Teilen Sie Ihn doch bitte mit uns allen – einfach mittels Kommentar unter diesen Blog-Post – wir sind schon sehr gespannt!

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2 Comments

  1. Paul Hübner says:

    Fehler X:
    Denken Sie nicht, dass wenn Sie zwei-, dreimal ein glückliches Händchen hatten, Sie über jegliches Risiko erhaben sind – denn das ist niemand.

    auch ein klassischer fehler meiner meinung nach…

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  2. Vielleicht kann man noch einen Tipp ergänzen:

    – Machen Sie sich vorher über steuerlichen Auswirkungen schlau.

    Die einbehaltene Quellensteuer kann die Freude über die Dividenausschüttungen merklich eintrüben. In einigen Ländern ist es sehr aufwändig und zeitraubend, eine Rückerstattung der zuviel einbehaltener Steuern zu beantragen.

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