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In Vermögenswerte wie Aktien oder Immobilien investieren

Für eine westliche Industrienation weist Deutschland eine relativ hohe Sparquote auf. Zwischen zehn und zwölf Prozent des Einkommens werden durchschnittlich zurückbehalten. Hierbei erlitten Anleger, die ihr Geld in festverzinslicher Form investierten, in den letzten Jahren regelmäßig einen Wertverlust. Denn die gezahlten Zinsen glichen nicht einmal die durch Inflation entstandene Wertminderung wieder aus. Entsprechend größerer Beliebtheit erfreuten sich daher in jüngerer Vergangenheit Aktien und Immobilien. Allerdings erfordern beide Investitionsformen ein wesentlich höheres Maß an Beschäftigung mit der jeweiligen Materie.

In Aktien investieren

Aktien gehören zu den persönlich fordernden Arten der Geldanlage. Um vernünftige Renditen zu erzielen, ist es notwendig, sich ein hohes Maß an Wissen rund um das Thema Wertpapiere anzueignen und das Geschehen an den Börsen intensiv zu verfolgen. Gleichzeitig geht es darum, ein Gespür für wirtschaftliche Entwicklungen und die ökonomischen Auswirkungen des Politikbetriebs zu entwickeln. All dies setzt eine hohe Affinität zu wirtschaftlichen Themen voraus. Nur wer schon früh ein echtes Interesse für die Materie entwickelt, schafft es später auch, mit Aktien finanziell erfolgreich zu sein. Am Vernünftigsten ist es, zunächst mit kleinen Summen auf dem Aktienmarkt zu operieren. Denn theoretisches Wissen kann die praktische Erfahrung mit den Mechanismen der Wertpapiermärkte und den Gesetzmäßigkeiten der Börse nur bedingt ersetzen. Vor allem sollte das in dieser Weise investierte Kapital tatsächlich frei verfügbar sein. Denn anders als bei festverzinslichen Anlageformen kann es bei Aktien im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust kommen. Von daher sollte gerade zu Beginn vor allem auf Bluechips gesetzt werden. Mit wachsender Erfahrung können dann auch Nebenwerte mit höherem Wachstumspotential und schließlich auch der Handel mit Optionen und Futures in Angriff genommen werden.

Eine Frage der richtigen Lage

Auch bei Immobilien ist ein hohes Maß an eigener Initiative notwendig, um eine vernünftige Rendite zu erzielen. Allerdings ist der Begriff Rendite in diesem Zusammenhang ein relativer. Denn dank niedriger Zinssätze und stetig steigender Mieten bieten Kaufimmobilien bei gleicher monatlicher Belastung derzeit häufig einen wesentlich höheren Wohnwert als gemietete Objekte. Doch unabhängig davon, ob es sich um eine selbst genutzte Immobilie oder ein reines Anlageobjekt handelt, ist eine Sache von entscheidender Bedeutung: die richtige Lage. Nur in gefragten Wohn- und Gewerbegebieten nehmen Grundstücke und deren Bebauung eine ausreichend positive Wertentwicklung, um mit anderen Formen der Geldanlage langfristig Schritt zu halten. In unbeliebten Gegenden kann es dagegen zu hohen Wertverlusten führen, wenn ein Objekt nach ein paar Jahren doch wieder verkauft werden muss. Deshalb macht die Investition in Immobilien vor allem zu Beginn besonders viel Arbeit. Zwar erfordert auch die Vermarktung und Vermietung einer Immobilie einen gewissen Aufwand. Am Wichtigsten ist jedoch die intensive Beschäftigung mit den Gegebenheiten und Trends des lokalen Immobilienmarktes um hinsichtlich Grundstück, Gebäude und Ausstattung die richtige Wahl zu treffen.

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