Bei der Bank of Scotland zum Beispiel erhält man derzeit 0,5 Prozent aufs Tagesgeld. Doch es gibt eine Geldanlage, die bis zu 2,5 Prozent Zinsen bringt, relativ sicher ist und die kaum jemand kennt: Wohnungsbaugenossenschaften. Sie zahlen oft bessere Zinsen als Banken.
Bei einigen Wohnungsgenossenschaften erhalten Sparer deutlich höhere Zinsen als bei deutschen Banken. Allenfalls einige ausländische Direktbanken können mit den besten Festzinsangeboten der Genossenschaften konkurrieren, doch auch sie schaffen es nicht, eine Verzinsung von 2,5 Prozent für sechs Jahre zu übertreffen.
Sparen können zwar nur Mitglieder der jeweiligen Wohnungsbaugenossenschaft, doch der Beitritt lohnt sich nicht nur für Wohnungssuchende. Zudem besitzen von mehr als 1.800 deutschen Wohnungsgenossenschaften nur 48 eine Spareinrichtung.
10 von ihnen wurden jüngst getestet und die Gewoba Nord eG für Schleswig-Holstein und Hamburg schnitt zusammen mit der MWG Wohnungsgenossenschaft Magdeburg mit ihrem Festzins-Sparen über 6 Jahre mit 2,5 Prozent Rendite am besten ab. Bei der erstgenannten Genossenschaft beträgt die Mindesteinlage 500 Euro und bei der zweitgenannten 2.000 Euro.
Ebenfalls einen Zins von 2,5 Prozent zahlt die Wohnungsbaugenossenschaft „Carl Zeiss“ in Jena, allerdings erst bei einer Anlagedauer von 10 Jahren und einer Mindesteinlage von 1.000 Euro.
Ein Alternative kann aber natürlich auch Tages bzw. Festgeld darstellen. Die besten Angebote finden Sie mit Hilfe unseres Vergleichsrechners.
Zusätzlich sind die Genossenschaften eine gute Adresse für ethisch-ökologisch interessierte Anleger. Auch müssen Sparer nicht befürchten, dass mit ihrem Geld spekuliert wird. Denn dieses fließt zum größten Teil in die Renovierung und den Neubau des Wohnungsbestandes.
Im Vergleich zu den Sicherungssystemen der Banken ist das Sicherungsnetz der Wohnungsbaugenossenschaften eher grobmaschig, wobei die Immobilien für große Sicherheit sorgen. Die Tatsache, dass die Genossenschaften mit den Einlagen nicht spekulieren dürfen und keine zweckfremden Kredite vergeben dürfen, reduziert die Risiken zusätzlich. Zudem werden die Jahresabschlüsse der Wohnungsbaugenossenschaften von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kontrolliert.
Zwar gibt es keine staatliche Sicherung, doch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen springt bei einer Pleite mit seinem Selbsthilfefonds ein. Bisher war das allerdings noch nicht nötig, da es seit der Gründung des Fonds im Jahr 1974 noch keine Insolvenz eines Verbandsmitglieds gegeben hat.
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