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Was ist ein Broker?

Als Broker werden Personen oder Institutionen bezeichnet, die an Börsen oder Over-The-Counter-Marktplätzen Wertpapiere im Auftrag von Privatpersonen oder Einrichtungen wie Banken und Firmen handeln. Die Aufgabe eines Brokers besteht darin, die Lücke zwischen dem Emittenten eines Wertpapiers und dem Endkunden zu füllen. Der Broker handelt, im Gegensatz zum Trader, nicht auf eigene Rechnung. Für die Dienstleistung der Vermittlung wird in aller Regel eine Gebühr, sprich Courtage fällig. Bei einem Broker muss es sich nicht zwangsläufig um eine einzige Person handeln. Der Begriff steht synonym für Kreditinstitute und andere Finanzdienstleister.

Funktionsweise

Will der Privatkunde eine Aktie oder andere Wertpapiere kaufen, so ist ihm in den meisten Ländern der direkte Weg über die jeweilige Börse durch die Gesetzgebung nicht gestattet. Aus diesem Grund wird ein Broker in die Transaktion zwischengeschaltet. Bei den meisten Brokern ist vor dem Erwerb von Wertpapieren eine Anmeldung mit persönlichen Daten nötig. Anschließend kann der Kunde eine Beratung in Anspruch nehmen oder selbstständig die Wertpapiere, in die er investieren möchte, aussuchen. Ist ein Basiswert gefunden, teilt der Kunde dies, mit der gewünschten Stückzahl, dem Broker mit. Jener stellt nun den Kontakt zu einem Verkäufer her, da für jede Transaktion ein Verkäufer vorhanden sein muss. Dies können andere Privatpersonen, Emittenten oder Einrichtungen sein. Ist das geschehen, wird zum jeweilig vereinbarten Preis die Aktie an den Käufer übertragen. Wie eingangs erwähnt, fällt für diese Vermittlung eine Gebühr an. Je nach Art des Brokers kann dies eine Courtage, Kommission oder die Gebühr sogar im Spread versteckt sein.

Arten von Brokern

Neben dem klassischen Brokerhäusern, die vor Ort oder telefonisch beraten und die Kundenorders ausführen, haben in den letzten zwei Jahrzehnten Onlinebroker den Markt gewandelt. Jene sind in der Regel deutlich günstiger, da Infrastruktur- und Personalkosten entfallen. Sie lassen sich grob in fünf Arten unterteilen: Dealing Desk-, ECN-, IB-, Market Maker- und STB-Broker. Dealing Desk und Market Maker ist gemeinsam, dass der Broker aktiv in die Kurse eingreifen kann und zudem oft die Positionen innerhalb seines Systems belässt. Dies hat zur Folge, dass die Kundenorder oft nicht den Weg in den tatsächlichen Markt schafft und so die Möglichkeit für den Broker besteht, die Order und die Kurse zu manipulieren. Am oberen Ende der Fahnenstange stehen ECN-Broker. Sie geben die Order direkt in den Markt weiter und lassen den Kunden auch von variablen Spreads profitieren.
Neben der Art der Orderausführung, sollten unbedingt auch Konditionen, Service und Handelsangebot verglichen werden. Unser Depotkontovergleichsrechner schafft schnelle Abhilfe und findet für jeden Anlegerstil das beste Angebot.

Weitere Infos gibt’s hier

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