Welche Marken gehören zu Stellantis?

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Welche Marken gehören zu Stellantis?

Wenn Sie 2026 ein neues Auto kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es aus dem Hause Stellantis stammt – auch wenn auf der Motorhaube Opel, Fiat, Peugeot oder Jeep steht. Stellantis ist mit einem Umsatz von 153,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 einer der größten Automobilkonzerne der Welt und belegt im Fortune Global 500 Ranking 2025 Platz 40 (basierend auf den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2024). Unter seinem Dach vereint der Konzern 14 traditionsreiche Automarken aus sechs Ländern. Wir haben uns die Niederländer mit französisch-italienisch-amerikanischen Wurzeln genauer angesehen.

Wer steckt eigentlich hinter Stellantis?

Stellantis N.V. ist ein vergleichsweise junges Unternehmen: Es entstand am 16. Januar 2021 durch die Fusion der französischen PSA Group (Peugeot, Citroën, Opel, DS) und der italienisch-amerikanischen Fiat Chrysler Automobiles (Fiat, Chrysler, Jeep, Maserati, Alfa Romeo, Lancia, Dodge, Ram). Der Name ist vom lateinischen Verb stello abgeleitet und bedeutet sinngemäß „mit Sternen erleuchten“.

Der Konzern hat seinen rechtlichen Hauptsitz in Hoofddorp in den Niederlanden, der CEO operiert von Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan aus. Größte Einzelaktionäre sind die italienische Exor-Holding der Familie Agnelli mit rund 14,2 Prozent, die Peugeot-Familienholding mit rund 7 Prozent und die französische Staatsbank Bpifrance mit rund 6 Prozent.

Geführt wird Stellantis seit dem 23. Juni 2025 von Antonio Filosa, einem langjährigen Konzernmanager, der zuvor das Nord- und Südamerika-Geschäft verantwortete. Sein Vorgänger Carlos Tavares trat im Dezember 2024 nach massiven Spannungen mit Aufsichtsrat, US-Händlern und Gewerkschaften vorzeitig zurück.

Welche 14 Marken gehören zu Stellantis?

Die folgende Tabelle zeigt alle 14 Automarken, die Stellantis aktuell führt – geordnet nach ihrem Gründungsjahr:

MarkeLandGegründetSegmentKurzprofil
PeugeotFrankreich1810VolumenGrößte französische Automarke, ursprünglich ein Stahl- und Werkzeughersteller
VauxhallGroßbritannien1857Volumen UKBritisches Schwestermodell von Opel, ausschließlich für den UK-Markt
OpelDeutschland1862VolumenDeutsche Volumenmarke, bis 2017 Tochter von General Motors
FiatItalien1899Volumen / KleinwagenItalienischer Volumenhersteller, bekannt für Fiat 500 und Panda
DodgeUSA1900Muscle CarsUS-Marke für Performance-Fahrzeuge wie Charger und Challenger
LanciaItalien1906Premium / HeritageItalienische Traditionsmarke, aktuell im Relaunch
Alfa RomeoItalien1910Premium / SportItalienische Premium-Marke mit sportlichem Charakter
MaseratiItalien1914Luxus / SportLuxus-Sportwagenmarke, vergleichbar mit der Positionierung von Porsche
CitroënFrankreich1919VolumenMass-Market-Marke, Vorreiter bei Elektro-Kleinstfahrzeugen (Ami)
ChryslerUSA1925Mainstream USAUS-Traditionsmarke, aktuell stark auf den Pacifica-Van fokussiert
JeepUSA1941SUV / OffroadGlobale SUV-Ikone, eine der profitabelsten Marken des Konzerns
AbarthItalien1949Sport / PerformanceSportliche Veredelung auf Fiat-Basis, insbesondere Fiat 500
Ram TrucksUSA2009Pick-upsPick-up-Spezialist, ursprünglich Teil von Dodge
DS AutomobilesFrankreich2014PremiumPremium-Ableger von Citroën, Fokus auf Elektro und Hybrid

Hätten Sie es gewusst? Peugeot wurde bereits 1810 gegründet – rund 76 Jahre vor der Erfindung des Automobils durch Carl Benz. Ursprünglich war es ein französischer Stahl- und Werkzeugbetrieb, der Sägeblätter, Kaffeemühlen und Fahrräder produzierte. Damit ist Peugeot die mit Abstand älteste Marke im Stellantis-Portfolio.

Ergänzt wird das Markenuniversum durch die zwei Mobilitäts-Töchter Free2move (Carsharing, Mietwagen, Flottenmanagement) und Leasys (Auto-Leasing in Europa).

Wie viele Autos verkauft Stellantis?

Im Geschäftsjahr 2025 lieferte Stellantis nach unserer Berechnung rund 5,4 Millionen Fahrzeuge an Händler und Endkunden aus (sogenannte „consolidated shipments“). Damit liegt der Konzern weltweit hinter Toyota und Volkswagen auf einem der vorderen Plätze unter den Massenherstellern, aber vor Ford und General Motors.

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Wichtig für das Verständnis der Zahlen: Stellantis hält seit Oktober 2023 rund 21 Prozent am chinesischen Elektro-Pionier Leapmotor. Die Leapmotor-Fahrzeuge, die über das Joint Venture Leapmotor International auch außerhalb Chinas vertrieben werden, fließen in die sogenannten combined shipments des Konzerns ein – nicht aber in die konsolidierten Umsätze. Das ist strukturell dieselbe Situation, die der VW-Konzern seit Jahrzehnten mit seinen chinesischen Joint Ventures FAW-VW und SAIC-VW hat: Die Fahrzeuge zählen, aber der Umsatz erscheint in der Gewinn- und Verlustrechnung nur anteilig „at equity“. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel deshalb auf die konsolidierten Zahlen, die ein sauberes Bild der wirtschaftlichen Leistung des eigentlichen Stellantis-Konzerns geben.

Spannend ist der Verlauf innerhalb des Jahres. Stellantis hat das Krisenjahr 2025 in zwei Halbjahren durchlebt: Ein sehr schwaches erstes Halbjahr mit Rückgängen, US-Strafzöllen und Restrukturierungskosten – und eine deutliche Erholung im zweiten Halbjahr unter dem neuen CEO.

Stellantis Auslieferungen 2025 nach QuartalenBalkendiagramm: Konsolidierte Auslieferungen von Stellantis pro Quartal 2025 in Tausend Einheiten. Q1: 1.217. Q2: circa 1.400. Q3: 1.300. Q4: circa 1.500.Stellantis: Auslieferungen 2025 nach Quartalenin Tausend Fahrzeugen (konsolidierte Auslieferungen)04008001.2001.600Q1 2025: 1.217 Tsd. Fahrzeuge (minus 9 Prozent zum Vorjahr)1.217Q1 2025minus 9 %Q2 2025: rund 1.400 Tsd. Fahrzeuge (minus 6 Prozent zum Vorjahr)~1.400Q2 2025minus 6 %Q3 2025: 1.300 Tsd. Fahrzeuge (plus 13 Prozent zum Vorjahr)1.300Q3 2025plus 13 %Q4 2025: rund 1.500 Tsd. Fahrzeuge (plus 9 Prozent zum Vorjahr)~1.500Q4 2025plus 9 %H1: KriseH2: ErholungRückgang vs. VorjahrWachstum vs. Vorjahr
Quelle: Stellantis Quartalsberichte Q1–Q4 2025. Q2- und Q4-Werte sind Schätzungen auf Basis der Halbjahres- und Gesamtjahresangaben.

Die Zahlen im Klartext: Im ersten Quartal 2025 lagen die konsolidierten Auslieferungen bei 1,217 Millionen Einheiten – ein Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im dritten Quartal 2025 stiegen sie wieder auf 1,3 Millionen Einheiten, ein Plus von 13 Prozent. Im vierten Quartal 2025 erreichten die Auslieferungen rund 1,5 Millionen Einheiten – ein Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Motor der Erholung war Nordamerika: Dort wuchsen die Auslieferungen in Q4 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 43 Prozent.

Wie hoch ist der Umsatz von Stellantis?

Stellantis erzielte 2025 laut offizieller Konzernmeldung Nettoerlöse von 153,5 Milliarden Euro, ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vor allem aufgrund von Wechselkurseffekten und Preisrückgängen im ersten Halbjahr. Zum Vergleich: 2024 lag der Umsatz noch bei 156,9 Milliarden Euro, nach 189,5 Milliarden Euro in 2023.

Mit anderen Worten: Stellantis hat in zwei Jahren rund 36 Milliarden Euro Umsatz verloren. Das entspricht ungefähr dem Jahresumsatz eines mittelgroßen DAX-Konzerns. Unserer Einschätzung nach waren die wichtigsten Gründe der Einbruch in Nordamerika, US-Strafzölle, Vorratsabbau bei den Händlern und produktstrategische Lücken bei mehreren Schlüsselmodellen.

Wie viel verdient Stellantis pro Auto?

Hier wird es analytisch interessant – und zugleich unbequem. Aus 153,5 Milliarden Euro Umsatz und 5,4 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen ergibt sich nach unserer Berechnung ein rechnerischer Umsatz pro Fahrzeug von rund 28.400 Euro. Das ist ungefähr der Wert, den der Händler oder Importeur an Stellantis bezahlt – nicht der Endkundenpreis im Autohaus.

Aus Umsatz wird allerdings nicht automatisch Gewinn. Und genau hier liegt das Drama des Jahres 2025: Stellantis verbuchte 2025 einen bereinigten operativen Verlust von 842 Millionen Euro – verglichen mit einem bereinigten operativen Gewinn von 8,65 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Unter dem Strich stand sogar ein Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro, ausgelöst durch 25,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Belastungen aus einer tiefgreifenden strategischen Neuausrichtung. Es war der erste Jahresverlust in der Unternehmensgeschichte von Stellantis.

In unserer Berechnung bedeutet das:

Kennzahl20242025 (ausgewiesen)2025 (bereinigt)
Umsatz156,9 Mrd. €153,5 Mrd. €153,5 Mrd. €
Auslieferungenca. 5,5 Mio.ca. 5,4 Mio.ca. 5,4 Mio.
Umsatz pro Fahrzeugca. 28.500 €ca. 28.400 €ca. 28.400 €
Operatives Ergebnis+8,65 Mrd. €−842 Mio. €+24,6 Mrd. €
Ergebnis pro Fahrzeug+1.570 €−156 €ca. +4.560 €

Die letzten beiden Zahlen zeigen unserer Meinung nach das eigentliche Bild: Operativ hat Stellantis 2025 mit jedem Auto im Schnitt 156 Euro Verlust gemacht. Rechnet man die Sonderbelastungen heraus – so wie es professionelle Investoren bei Turnaround-Situationen tun – läge der theoretische Gewinn pro Fahrzeug bei rund 4.560 Euro. Das wäre ein Premium-Wert, der näher an BMW (rund 7.800 € EBIT pro Fahrzeug im Jahr 2024) als an Massenherstellern läge.

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Welche dieser beiden Zahlen die Realität 2026 besser abbildet, ist unserer Einschätzung nach die Schlüsselfrage für jeden Anleger, der über ein Stellantis-Investment nachdenkt.

Welches Geschäft verdient bei Stellantis wirklich Geld?

Hier kommt der vielleicht überraschendste Teil unserer Analyse. Anders als der VW-Konzern, der die Marge jeder Marke (Audi, Porsche, Škoda) einzeln ausweist, berichtet Stellantis nach Region – nicht nach Marke. Die einzige Ausnahme ist Maserati, das als eigenes Segment geführt wird. Wer also wissen möchte, ob Jeep, Peugeot oder Fiat mehr verdient, findet das nicht in den offiziellen Zahlen.

Was wir aber sehr wohl wissen: wo die Segmente stehen. Und das ist eine unerwartete Geschichte. Die folgende Tabelle zeigt die bereinigten operativen Margen für das Geschäftsjahr 2024 – das letzte Jahr mit sauberen, nicht durch die Reset-Belastungen verzerrten Zahlen:

SegmentUmsatz 2024Marge 2024Marge 2023
North America
Jeep, Ram, Dodge, Chrysler
63,5 Mrd. €4,2 %15,4 %
Enlarged Europe
Peugeot, Opel, Fiat, Citroën, Vauxhall
59,0 Mrd. €4,1 %ca. 8 %
South America15,9 Mrd. €14,3 %ca. 13 %
Middle East & Africa10,1 Mrd. €19,0 %ca. 18 %
China / India / Asia Pacific2,0 Mrd. €negativnegativ
Maserati1,0 Mrd. €negativleicht positiv
Quelle: Stellantis Geschäftsbericht 2024. AOI = Adjusted Operating Income. Das letzte vollständig saubere Geschäftsjahr vor dem Reset.

Diese Tabelle ist in unseren Augen der eigentliche Schlüssel, um Stellantis zu verstehen. Drei Beobachtungen sind besonders aufschlussreich:

1. Nordamerika ist kollabiert. Von einer Premium-Marge von 15,4 Prozent in 2023 auf nur noch 4,2 Prozent in 2024 – das ist einer der größten operativen Einbrüche eines Automobil-Segments der letzten Dekade. Hauptursachen: zu hohe Lagerbestände bei den Händlern, aggressive Rabatte zur Bereinigung, Verlust von Marktanteilen an Toyota und Honda sowie interne Konflikte mit den US-Händlern unter dem damaligen CEO Carlos Tavares. Jeep, Ram und Dodge sind nach wie vor die volumenstärksten Marken des Konzerns – aber sie verdienen 2024 kaum noch Geld.

2. Südamerika und Middle East & Africa sind die stillen Champions. Unserer Einschätzung nach redet kaum jemand über diese Regionen – dabei liefern sie mit 14,3 und 19,0 Prozent AOI-Marge die höchsten Profitabilitätswerte im gesamten Konzern. Genau hier fährt Stellantis die Margen ein, die Nordamerika früher brachte. In Ländern wie Brasilien (Fiat-Dominanz) und der Türkei (Peugeot/Fiat) ist der Konzern Marktführer und hat kaum ernsthafte Konkurrenz.

3. Maserati ist der Stellantis-Sorgenfall. Die italienische Luxusmarke verlor 2024 nicht nur rund die Hälfte ihres Umsatzes (von 2,3 auf 1,0 Milliarden Euro), sondern kassierte auch Goodwill-Abschreibungen von 514 Millionen Euro und Plattform-Impairments von über einer Milliarde Euro. Das ist insofern pikant, als Maserati eigentlich die Rolle spielen sollte, die Porsche im VW-Konzern einnimmt: die margenstarke Premium-Marke, die den Rest des Konzerns quersubventioniert. Stattdessen ist Maserati aktuell das einzige Segment, das eigene Sonderabschreibungen auslöst.

Hätten Sie es gewusst? Das Middle-East-&-Africa-Segment von Stellantis ist mit rund 19 Prozent AOI-Marge profitabler als Porsche im Geschäftsjahr 2024 (rund 16 Prozent). Eine Region, die in den Wirtschaftsnachrichten praktisch nie auftaucht, verdient pro Euro Umsatz mehr als die margenstärkste Premium-Marke Deutschlands. Für jeden in Istanbul, Kairo oder Casablanca eingenommenen Euro bleiben Stellantis rund 19 Cent als operativer Gewinn übrig – ein Wert, von dem die meisten europäischen Volumenhersteller nur träumen können.

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Hinweis zur Transparenz: Stellantis veröffentlicht keine Ergebniszahlen auf Marken-Ebene. Artikel, die Ihnen konkrete Gewinne für Jeep, Fiat oder Peugeot nennen, basieren auf Schätzungen – nicht auf offiziellen Zahlen. Wir haben uns deshalb bewusst auf die sechs Segmente beschränkt, die im Geschäftsbericht tatsächlich ausgewiesen werden.

Grund genug, beim nächsten Autokauf lieber nach São Paulo oder Istanbul zu fliegen und dort einen Fiat oder Peugeot zu bestellen? Zumindest wäre das die Region, in der Stellantis aktuell am meisten Freude mit seinen Kunden hat.

Was ist im Krisenjahr 2025 eigentlich passiert?

Nach unserer Analyse der offiziellen Berichte haben drei Faktoren Stellantis 2025 in die Verlustzone gezogen:

  1. Strategischer Reset. Am 6. Februar 2026 kündigte Stellantis einen umfassenden Reset des Geschäfts an, der zu rund 22,2 Milliarden Euro an Sonderbelastungen für das zweite Halbjahr 2025 führte. Davon sind etwa 6,5 Milliarden Euro Cash-Auszahlungen, die in den nächsten vier Jahren erwartet werden. Konkret geht es um Programmstreichungen, Plattform-Abschreibungen und die Neuausrichtung der Garantierückstellungen.
  2. US-Zölle und Produktionspausen. Die frühen Auswirkungen der US-Zölle führten zu 0,3 Milliarden Euro Belastung sowie zum Ausfall geplanter Produktion.
  3. Produktlücken in Europa. Mehrere wichtige Modelle befanden sich Mitte 2025 entweder noch in der Hochlaufphase oder warteten auf Markteinführung – leere Showrooms ausgerechnet in den volumenstärksten Märkten.

Trotzdem gibt es Lichtblicke: Zum Jahresende 2025 verfügte Stellantis über eine industrielle Liquidität von rund 46 Milliarden Euro. Um die Bilanz zu schützen, hat der Vorstand die Aussetzung der Dividende für 2026 sowie die Begebung von bis zu 5 Milliarden Euro an Hybrid-Anleihen genehmigt. Für 2026 erwartet das Unternehmen eine fortschreitende Verbesserung der Nettoerlöse, der bereinigten operativen Marge und des industriellen freien Cashflows.

In Q1 2026 hat sich die Erholung dann auch in Europa konkretisiert: Im ersten Quartal 2026 hat Stellantis 696.676 Fahrzeuge im EU30-Markt zugelassen, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil stieg auf 17,5 Prozent – der höchste Quartalswert seit Anfang 2024.

Was bedeutet das für Stellantis als Investment?

Für Anleger, die über ein Investment in Stellantis nachdenken, hier die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:

UnternehmenStellantis N.V.
HauptsitzHoofddorp, Niederlande
CEOAntonio Filosa (seit Juni 2025)
TickersymbolSTLA
BörsenplätzeNYSE (New York), Euronext Mailand (STLAM), Euronext Paris (STLAP)
Größte AktionäreExor (Familie Agnelli), Peugeot Invest, Bpifrance
Mitarbeiterrund 270.000 weltweit
Umsatz 2025153,5 Mrd. €
Nettoergebnis 2025−22,3 Mrd. €
Fortune Global 500 RangPlatz 40 (2025)
Dividende 2026ausgesetzt

Wir halten fest: Stellantis ist 2026 eine klassische Turnaround-Wette. Wer an die Erholung unter dem neuen CEO glaubt und den angekündigten Weg aus dem Reset mittragen möchte, bekommt eine vergleichsweise gedrückt bewertete Aktie – mit entsprechend erhöhtem Risiko. Wer primär aus Dividendengründen investiert, muss wissen, dass für 2026 keine Ausschüttung fließen wird.

Zur Einordnung: Der VW-Konzern liegt in der Fortune Global 500 auf Platz 12, Stellantis auf Platz 40. Beide zählen zu den größten Automobilkonzernen der Welt – aber VW ist umsatzstärker, produziert mehr Fahrzeuge und hat 2025 trotz eigener Probleme einen Gewinn ausgewiesen. Einen direkten Vergleich haben wir in unserem Beitrag Welche Marken gehören zum VW-Konzern? aufbereitet.

Wie kann ich Stellantis-Aktien kaufen?

Wer in Stellantis investieren möchte, benötigt zunächst ein Wertpapierdepot bei einem Online-Broker. Die Aktie ist in Frankfurt, Mailand, Paris und New York handelbar – praktisch jeder gängige deutsche oder österreichische Broker bietet sie an. Die Unterschiede liegen vor allem in den Ordergebühren, der Verfügbarkeit von Sparplänen und der Auswahl des günstigsten Handelsplatzes (Stichwort Best Execution).

Eine aktuelle Übersicht der wichtigsten Anbieter finden Sie in unserem Depotkonto-Vergleichsrechner.

Wir hoffen, diese Analyse hat Ihnen geholfen, den Stellantis-Konzern etwas besser einzuordnen – vom Sorgenfall Maserati bis zu den stillen Gewinnzentren in Südamerika und Nordafrika. Wenn Sie eine Perspektive haben, die wir übersehen haben, freuen wir uns über Ihren Kommentar unter diesem Beitrag.

Häufige Fragen zu Stellantis

Wem gehört Opel?
Opel gehört seit August 2017 zum französischen PSA-Konzern, der 2021 mit Fiat Chrysler zu Stellantis fusionierte. Damit gehört Opel heute zu Stellantis.

Ist Fiat noch ein italienisches Unternehmen?
Fiat ist seit 2021 Teil von Stellantis, einem in den Niederlanden registrierten Konzern. Die Marke selbst wird weiterhin von Italien aus geführt, die Produktion findet weltweit statt.

Gehört Jeep zu Stellantis?
Ja. Jeep war bis 2014 Teil von Chrysler, danach Teil von Fiat Chrysler Automobiles und gehört seit der Fusion 2021 zu Stellantis. Jeep ist eine der profitabelsten Marken des Konzerns.

Wie viele Marken hat Stellantis insgesamt?
14 Automarken plus zwei Mobilitätsmarken (Free2move und Leasys).

Zahlt Stellantis 2026 eine Dividende?
Nein. Der Vorstand hat die Dividende für 2026 ausgesetzt, um die Bilanz nach dem Verlustjahr 2025 zu stärken.

Wer ist der CEO von Stellantis?
Antonio Filosa, ein langjähriger Stellantis-Manager, der seit dem 23. Juni 2025 das Unternehmen führt. Er folgte auf Carlos Tavares, der im Dezember 2024 zurücktrat.

Was ist die älteste Marke im Stellantis-Konzern?
Peugeot, gegründet 1810 – zunächst als Stahl- und Werkzeugbetrieb, später als einer der ersten Automobilhersteller Europas.

Welches Stellantis-Segment ist am profitabelsten?
Im Geschäftsjahr 2024 war das Segment Middle East & Africa mit einer bereinigten operativen Marge von rund 19 Prozent das mit Abstand profitabelste – deutlich vor Südamerika (14,3 Prozent) und Nordamerika (nur noch 4,2 Prozent).

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