Oft unterschätzt: Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Oft unterschätzt: Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Viele Versicherungsgesellschaften werben mit einem eigenen Angebot für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die in der Regel mit “BU” abgekürzt wird. Da es sich um eine zusätzliche Ausgabe im monatlichen Budget handelt, fragen sich viele Kleinanleger, was eigentlich diese Versicherung ist und ob man sie tatsächlich benötigt? Die “Stiftung Warentest” gibt darauf im Rahmen ihrer Online-Präsenz zu diesen Versicherungen die passende Antwort. Die Policen gehörten “zu den wichtigsten Versicherungen, die jeder haben sollte”, heißt es hier.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine BU dient dem Invaliditätsschutz. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass man sich und seine Familie davor absichert, dass der Brötchenverdiener durch einen Unfall oder einen sonstigen Schicksalsschlag arbeitsunfähig wird. Der Aspekt der “Erwerbsunfähigkeit” befindet sich häufig mit im offiziellen Namen des Versicherungsangebots. Bei den Auszahlungsmodellen gibt es dann unterschiedliche Varianten, wie die Begünstigen profitieren können: Gängig sind die Einmalzahlung und die monatliche Rente.

Wie berechnen sich die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ganz wesentlich sind die persönlichen Faktoren. Berufe werden nach ihrem Risiko eingeschätzt. Ein simples Beispiel: Ein Dachdecker ist wesentlich mehr gefährdet als eine Sekretärin. Er muss daher im Schnitt mehr bezahlen. Wichtig ist zudem der eigene Gesundheitszustand. Neuerdings gibt es aber vermehrt Policen, bei denen die potenziell Versicherten nur wenige Gesundheitsfragen beantworten müssen.

Hat man keine Berufsunfähigkeitsversicherung über den Arbeitgeber?

Tatsächlich gibt es Berufsunfähigkeitsversicherungen häufig über den Arbeitgeber und/ oder die Berufsgenossenschaften. Die Summen, die hier im Fall eines Falles fließen, sind allerdings nur sehr gering. Zudem werden sie ausschließlich dann gezahlt, wenn die Berufsunfähigkeit im direkten Zusammenhang mit der eigenen Tätigkeit entstanden sind. Wer durch einen privaten Autounfall nicht mehr arbeiten kann, geht z.B. leer aus. Grundsätzlich gilt deshalb: Eine private BU ist für einen wirksamen und umfassenden wirtschaftlichen Schutz unverzichtbar.

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Wie kann man eine günstige und gute Berufsunfähigkeitsversicherung finden?

Es ist ratsam, bei Direkt- bzw. Online-Anbietern nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu suchen. Durch den Verzicht auf das Offline-Geschäft haben diese große Kostenvorteile, die sie durch günstigere Tarife an ihre Kunden weitergeben. Tester wie die “Stiftung Warentest” haben gezeigt, dass die Qualität der Angebote dennoch nicht schlechter und nicht selten sogar besser ist.

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One Comment

  1. Die Aussage, dass eine BU dem Invaliditätsschutz dient, ist so nicht richtig. Eine private Unfallversicherung dient dem Invaliditätsschutz: Diese hat eine Gliedertaxe, anhand derer festgelegt wird, zu wieviel Prozent man Invalide ist, wenn man ein bestimmtes Körperteil einbüßt. Eine private Unfallversicherung soll Einmalkapital zur Verfügung stellen, um seine Lebensverhältnisse an den Fall der Invalidität anzupassen (Hausumbau etc.). Eine BU sichert dagegen die eigene Arbeitskraft ab: Unabhängig von der Ursache der Berufsunfähigkeit leistet diese, wenn man seine Arbeitskraft verliert. Egal, ob durch einen Unfall, eine Krankheit oder auch eine psychische Erkrankung. Beide Versicherungen sind sinnvoll, verfolgen aber einen unterschiedlichen Zweck.

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