Zero-Bonds

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Definition

Als Zero-Bond (oder auch Nullkuponanleihe) wird eine Anleihe (Bond) bezeichnet, bei der keine Zinszahlungen in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Rendite

Sie fragen sich jetzt vermutlich, wie ohne Kupons eine Rendite erwirtschaftet werden kann. Beachten Sie allerdings, dass die Rendite von Zinszahlungen und Kursentwicklungen beeinflusst wird. Bei einem Zero-Bond ist der Ausgabekurs (Emissionskurs) sehr gering. Je kürzer die Restlaufzeit ist, desto höher steigt in der Regel auch der Kurs.

Beispiel: Anleihe der Industrie AG

  • Emissionskurs: 60 %
  • Tilgungskurs: 100 %
  • Laufzeit: 6 Jahre
  • Rendite: 8,89 %

Renditenberechnung

Diese ist ein bisschen schwieriger, wird aber auf Wikipedia gut beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Nullkuponanleihe#Bewertung

Für die Berechnung haben wir für Sie ein Excel-Sheet zur Berechnung der Rendite bei Nullkuponanleihen erstellt.

Risiko

Wie bei jeder Anleihe gibt es ein gewisses Ausfallsrisiko durch eine Insolvenz des Schuldners. Da während der Laufzeit keine Zinszahlungen getätigt werden, ist das Verlustrisiko noch größer, da hier auch ein Totalverlust möglich ist.

Diverses

Auch Staaten – die normalerweise überaus konservativ verschuldet sind – bedienen sich manchmal dieser Finanzierungsform. So hat z.B. der Staat Österreich mehrere Nullkuponanleihen begeben http://www.finanzen.net/anleihen/Oesterreich-Republik-Anleihe-2016-AT0000A011U7. Sie können auch sehr gut sehen, wie der Kurs mehr oder weniger kontinuierlich nach oben steigt. Sie müssen also eine Nullkuponanleihe keineswegs bis zum Tilgungstermin halten.

Den ganzen Artikel gibt’s hier: Folge 18 – Sonderformen von Anleihen

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