Buchrezension – So ließt Warren Buffet Unternehmenszahlen

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Buchrezension – So ließt Warren Buffet Unternehmenszahlen

buffet buchIn den letzten Tagen, haben wir das Buch So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen“ mit dem Untertitel „Quartalsergebnisse, Bilanzen & Co – und was der größte Investor aller Zeiten daraus macht“ gelesen. Das 212-seitige Buch, von dem jedoch nur ca. 2/3 wirklich mit Inhalt gefüllt sind  – der Rest ist Angang und Kapitelüberschriften – lässt sich relativ schnell verdauen und geht auf die einzelnen Bestandteile einer Gewinn-und-Verlustrechnung, einer Bilanz und einer Cash-Flow-Rechnung übersichtlich, wenn auch etwas oberflächlich, ein.

Ziel des Buches ist es, dem Leser beizubringen, wie durch die Analyse von Unternehmenszahlen Unternehmen gefunden werden können, die einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil haben. Als Paradebeispiel dafür werden im Buch immer wieder Unternehmen wie Coca Cola, Moody’s oder Procter & Gamble genannt.

Unter dem Gesichtspunk „Hat dieses Unternehmen einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil“ werden alle möglichen Kennzahlen analysiert und die Autoren beschrieben, wie diese Zahlen bei Unternehmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil aussehen und wie diese Zahlen bei mittelmäßigen Unternehmen normalerweise aussehen würden.

Was haben DieKleinanleger daraus gelernt?

Warren Buffet bzw. die Philosophie des Value-Investments war uns natürlich nicht neu, da wir uns schon länger mit dieser Thematik auseinandersezen.

Daher brachte die Lektüre nicht gerade viele Erkenntnisse, aber immerhin so manchen „Aha-Moment“. Immer und immer wieder daran erinnert zu werden, dass Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteil langfristig die beste Investition seien, wird bei zukünftigen Investments sicherlich hilfreich sein. Das Suchen und Finden von diesen “Stars” kann einem gar nicht genug in Fleisch und Blut übergehen.

Weiters sind wir durch dieses Buch dazu motiviert worden, bei Unternehmen nicht so stark auf die Dividendenrendite und die Gewinnausschüttung zu achten, sondern vielmehr auf den tatsächlichen Nachsteuergewinn, den ein Unternehmen erwirtschaftet. Hier sind auch sogenannte Konzernfremde bzw. “nicht beherrschte Anteile” zu beachten!

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Bei langfristigen Investments in gute Unternehmen scheint dies die  vernünftigste Ertragskennzahl zu sein.  Als Aktionäre gehört uns ein Teil des Unternehmens und deshalb auch ein Teil des erwirtschafteten Gewinnes und nicht nur der ausgeschüttete Gewinn – also die Dividende.

Aus steuerlicher Sicht ist es ohnehin vorteilhafter, wenn Gewinne einbehalten werden– so werden Erträge erst beim Verkauf und nicht schon bei der Gewinnausschüttung besteuert.

Trotzdem schließen wir Dividendenaktien nicht aus – Dividendenzahlungen zu bekommen ist einfach ein tolles Gefühl.

Wer sollte dieses Buch lesen?

Sie sind kein Experte auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung und haben von Warren Buffet und seiner Philosophie noch nicht viel gehört? Dann ist das Buch genau das Richtige für Sie. Es erklärt einfach und einleuchtend verschiedene Unternehmenszahlen und legt den Schwerpunkt auf Unternehmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil – das kann gar nicht oft genug wiederholt werden 😉

Weiters können wir wirklich jedem noch die Biographie von Warren Buffet empfehlen – auf 1184 Seiten wird eindrucksvoll beschrieben wie Warren Buffet aus Omaha zu dem Mann wurde, der er jetzt ist.

Alle, die mit Warren Buffets Form des Value-Investments bereits vertraut sind und denen Cash-Flow, Current-Ratio, Goodwill und aktive Rechnungsabgrenzungsposten keine Fremdwörter sind, sollten jedoch wirklich überlegen, ob ihnen  dieses Buch knapp 25 € wert ist – uns jedenfalls waren sie es J

Facts, Figures & Links

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