Finanztipps für Kleinanleger #7 „Haushaltsbuch führen“

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Finanztipps für Kleinanleger #7 „Haushaltsbuch führen“

Um einen Überblick über seine persönlichen Einnahmen und Ausgaben zu erlangen, gibt es nichts besseres, als ein Haushaltsbuch zu führen.

Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass nicht primär die großen Ausgaben, wie z.B. der jährliche Urlaub so richtig Geld kosten, sondern vielmehr die kleinen Dinge.

Der morgendliche „Coffee to Go“ um 3 € jeden Tag erscheint einem zwar wie eine Kleinigkeit, doch geben Sie gerne 1.000 € für Kaffee aus einem Pappbecher aus? Dasselbe Produkt – wenn nicht sogar ein besseres – hätten Sie ohne weiteres auch zu Haus zubereiten können und in der Thermoskanne transportieren können. Für vermutlich ein Zehntel des Preises!

Zugeben, erstere Variante ist praktischer, aber rechtfertigt die Bequemlichkeit einen 10-mal höheren Preis?

Solche Kleinigkeiten gibt es viele, die einem erst mittels Haushaltsbuch bewusst werden. Wir wollen hier kein Plädoyer für oder gegen den kleinen Luxus im Alltag halten, allerdings sind wir der Meinung, dass sich Kleinanleger der Kosten bewusst sein sollte um sich dann bewusst dafür oder dagegen entscheiden zu können. Durch diese Informationsbasis können Entscheidungen viel einfacher – und vor allem quantitativ fundiert – getroffen werden.

Nicht umsonst hat früher jede Hausfrau ein Haushaltsbuch geführt 😉

Wie führe ich ein Haushaltsbuch am Besten?

Eine Veränderung ist nur sinnvoll, wenn die Veränderung auch wirklich zu einer Besserung führt – das gilt auch beim Haushaltbuch. Immerhin kann dessen Führung ziemlich nervig sein – wenn man es falsch macht!

Wir haben zwei praktische Vorschläge, wie ein Haushaltsbuch möglichst einfach, ohne großen Aufwand und vor allem effizient geführt werden kann:

  1. der gute alte Schuhkarton
  2. eine Einnahmen/Ausgaben App
Mehr zum Thema  Finanztipps für Kleinanleger #13: "Beim Vermögensaufbau auf den Zinseszinseffekt achten!"

Der gute alte Schuhkarton

Sammeln Sie alle Belege, die so im Laufe der Zeit anfallen und immer wenn sie Zeit haben, tragen Sie die Belege in eine einfache Excel Liste ein. Sie können diese Liste nach Belieben gestalten, allerdings empfiehlt es sich, eine gewisse Struktur zu verwenden, die möglichst beständig sind.

Ein guter Tipp ist sicherlich die Zuordnung der Ausgaben zu verschiedenen „Cost-Centern“, wie z.B.: Auto, Wohnen, Ernährung, Freizeit, ect – Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Einfach alles in eine Kategorie zu werfen ist unserer Meinung nach nicht sinnvoll, da sich hieraus keine Verbesserungsmöglichkeiten ableiten lassen.

Der moderne Schuhkarton – das Smartphone

Wer allerdings ein Smartphone besitzt – und das tut heute fast jeder – und auch die meiste Zeit mit sich herumträgt – das trifft wohl auch auf die Meisten zu – der ist mit einer Einnahmen/Ausgaben App am Besten beraten. Wir verwenden moneywise.eu. Eine Eintragung (nach einer neuen Einnahme oder Ausgabe) dauert etwa 10 Sekunden. Hierbei können wir einen Beschreibungstext eingeben und (noch viel wichtiger) der Ausgabe bzw. Einnahme einer Kategorie hinzufügen.

So erstellt die App neben der simplen Einnahmen und Ausgabenrechnung auch schöne Diagramme über die Art der Ausgaben. Somit ist leicht ermittelbar, welcher Betrag monatlich z.B.: fürs Ausgehen verwendet wird.

Verwenden Sie eine andere Methode um Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben zu erhalten oder verwenden Sie eine andere/bessere App, dann lassen Sie es uns doch in Form eines Kommentars wissen!

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