Fonds und ETFs lieber an der Börse oder bei der Hausbank kaufen?

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Fonds und ETFs lieber an der Börse oder bei der Hausbank kaufen?

Wenn Privatanleger Fonds an der Börse kaufen, können Sie typische Bankkosten, wie zum Beispiel den Ausgabeaufschlag, sparen. Doch der Fondskauf über die Börse ist nicht immer günstiger.

Fonds kann man bei der Hausbank kaufen, beim Fondsdiscounter, bei Direktbanken im Internet oder über die Börse. Wenn man Fonds über die Hausbank kauft, fallen meist Ausgabeaufschläge an. Diese betragen bei Rentenfonds in der Regel 3 Prozent und bei Aktienfonds meist 5 Prozent des Anlagebetrags.

Bei Direktbanken kann man Fonds oft günstiger als bei Hausbanken erwerben. Sie räumen zum Teil hohe Rabatte auf Ausgabeaufschläge ein. Doch oft sind es nicht mehr 50 Prozent. Ganz auf den Ausgabeaufschlag verzichten oft die Fondsdiscounter im Internet. Allerdings muss man hier vorher wissen, welche Fonds man kaufen möchte, denn eine Beratung ist nicht möglich.

Vielen Anlegern ist jedoch nicht bekannt, dass man Fonds auch an der Börse kaufen kann. Das rentiert sich immer dann, wenn die dabei anfallenden Spesen niedriger sind als beim Kauf über die Hausbank.

Fonds über die Hausbank an der Börse kaufen

Um Fonds an der Börse kaufen zu können, benötigt ein Kleinanleger ein sog. Depotkonto. Dieses Depotkonto wird von Online-Broker ebenso angeboten wie von den meisten Hausbanken, wobei erstere meist mit deutlich günstigeren Gebühren aufwarten können. Wir raten Kleinanlegern daher Fonds über Online-Broker wie OnVista oder CapTrader zu kaufen. Weitere günstige Angebote finden Sie mit Hilfe unseres Vergleichrechners.

Sie können aber auch beim Kauf über die Hausbank Geld mittels Börsekauf sparen. Allerdings weist normalerweise kein Bankberater seine Kunden auf diese Möglichkeit hin. Schließlich möchte die Hausbank den Ausgabeaufschlag verdienen. Deshalb muss man seiner Hausbank ausdrücklich den Auftrag für den Fondskauf an der Börse erteilen.

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Dafür verlangt die Bank Spesen. Diese betragen meist 1 Prozent des Anlagebetrags pro Order (oftmals wird auch eine Mindestgebühr fällig). Weiterhin erhebt der Börsenmakler eine Courtage, die bei 0,08 Prozent der Anlagesumme liegt. Zusätzlich verdient er am Spread. Das ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Meist beträgt der Spread je nach Fonds zwischen 0,2 und 1,5 Prozent der Anlagesumme.

Somit betragen die Kosten für den Kauf an der Börse bei gängigen Fonds in der Regel zwischen 1,0 und 1,5 Prozent der Anlagesumme. Wenn man beispielsweise 5.000 Euro investiert, bringt das im Vergleich zu einem Ausgabeaufschlag von 5 Prozent – im Beispiel 250 Euro – eine Ersparnis von 175 bis 200 Euro.

Wir verwenden daher immer einen Online-Broker, welcher signifikant weniger Speßen als die Hausbank verrechnet.

Über die Börse ist ist der Fondskauf nicht immer günstiger

Der Fondskauf an der Börse ist aber nicht in jedem Falle günstiger. Bei kleineren Beträgen können sich die Mindestprovisionen überproportional niederschlagen. Die Grenze liegt bei etwa 500 Euro. Je größer die Anlagesumme, desto eher lohnt sich der Fondskauf über die Börse.

 

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3 Comments

  1. Laut Finanztest ist die günstigste Möglichkeit Fonds über einen Fondsvermittler im Internet zu kaufen. Einige verzichten sogar auf die Depotgebühr ab einem bestimmten Anlagebetrag, ich bin zu profinance gewechselt, da ich dort sogar einen Großteil der erhaltenen Bestandsprovision zurückerhalte.

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    • Günstige Online Broker haben oftmals sogar bessere Konditionen als diverse Fondsvermittler – ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

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  2. Wer über einen Fondssparplan regelmäßig ETFs kauft, spart oft sogar die Ordergebühren. Mehrere Direktbanken bieten für ausgewählte ETFs die Möglichkeit, diese über einen Sparplan kostenfrei zu erwerben. Da lohnt sich ein Vergleich der Online-Broker um so mehr.

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