Immobilien-Ansparen in der Niedrigzinsphase: Wertpapieranlage für Singles oder junge Paare unschlagbar?

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Immobilien-Ansparen in der Niedrigzinsphase: Wertpapieranlage für Singles oder junge Paare unschlagbar?

Manchmal fragen wir uns, wann denn die ersten Abiturienten das Gymnasium verlassen, die eine attraktive Verzinsung von Sparguthaben nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen?

Das mag provokativ klingen, ist aber leider schon fast die erschreckende Realität: In einer Graphik im Online-Angebot des renommierten Welt-Verlags, der auch den Fernsehsender N.24 übernommen hat, wird die Herausforderung “Ansparen für die Immobilie” ganz deutlich. Ein Artikel befasst sich mit der Frage, wie das Geld von Lebensversicherungen gerettet werden könnte, ist aber ganz besonders auch für die Immobilien-Finanzierung anwendbar (https://www.welt.de/img/finanzen/versicherungen/mobile139728942/4131620127-ci23x11-w1136/DWO-FIN-Lebensversicherung-Krise-ff-Aufm-a-jpg.jpg).

Am 02.01.2012 sank der Garantiezins von Lebensversicherungen enorm, festverzinsliche Wertpapiere können seit nunmehr sechs Jahren nicht einmal mehr die Inflation ausgleichen.

Doch was bedeutet dies im Zeitalter von Riester & Co., wenn Sie als Single oder junges Paar möglichst bald ihren Immobilien-Wunsch verwirklichen möchten?

Gut gedacht oder gut gemacht: Der Riester-Renditefresser kostet jede Menge Zeit und Rendite!

In letzter Zeit wird bei Verbraucherverbänden und auch in der Presse immer wieder Kritik am Riester-Sparen laut. Die Rendite wäre zu gering und die Gebühren zu hoch – so der berechtigte Vorwurf. In den “ersten” Jahren gab es ja noch die Testsieger der Banksparpläne, deren Rendite ist aber ebenfalls gesunken. Und deckt oft nicht einmal mehr die Inflation.

Deshalb stellt sich die Frage: Sollte ein junger Single oder ein Paar nicht doch auf die Riester-Förderung verzichten und hoch rentierlich und doch bei überschaubarem Risiko ansparen. Obwohl jeder Fall aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen anders liegt, können folgende Hinweise ein bisschen Klarheit schaffen:

Wenn (noch) keine Kinder im Haus sind, dann beträgt die Riester-Förderung ohne Berücksichtigung der Steuervorteile pro Erwachsenem 154 Euro. Allerdings nicht pro Monat, sondern pro Jahr. Im Klartext gesprochen bedeutet dies: Für gerade einmal etwas mehr als 12 Euro pro Monat verzichten Sie auf die hohe Rendite einer Wertpapieranlage.

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Würden Sie beispielsweise ein mit einem exklusiven Namen bezeichnetes Konto bei einer großen Bank führen, so kostet dies beispielsweise bei einer der großen Banken zwischen 118,80 und fast 190 Euro. PRO JAHR!

Wir raten deshalb: Nutzen Sie die Zeit. Und befassen sich gründlich mit Ihren Finanzen. Bevor Sie also mehr über Wertpapiere und hohe Renditen nachdenken, sollten Sie sich um den Kostenfresser Girokonto kümmern.

Im nächsten Schritt können Sie dann nachvollziehen wie Sie gut auf das Eigenheim ansparen können.

Immobilien-Ansparen in Zeiten der Niedrigzinsen

Vor etwa zehn Jahren erschien ein – der Ansicht unserer Redaktion nach – ziemlich guter und wegweisender Artikel über das Ansparen bei n-tv. Die damals richtigen und heute leider nicht mehr durchführbaren Tipps zeigten einen guten Weg zum Eigenheim.

Die Geldanlage-Welt hat sich in doppelter Art und Weise verändert: Der Abstand zwischen Unternehmensbeteiligungen/Aktien und Festverzinslichen ist so groß geworden, dass das Ansparen ganz ohne Aktien oder einen Aktienfonds wahrscheinlich nicht mehr funktionieren kann. Es sei denn Sie wären absoluter Großverdiener.

Da es um die Finanzierung eines Immobilienprojektes geht könnte es sich lohnen die Wertentwicklung der letzten zehn Jahre und die absolut seltenen Kursrücksetzer einmal näher zu betrachten. In einem späteren Abschnitt können Sie mehr darüber erfahren, welche modernen Orderarten Direktbroker (hier gehts zu unserem Brokervergleich) zur Risikosteuerung und zur Sicherung Ihres Vermögens zur Verfügung stehen.

Risikostreuung, hohe Rendite und Rating-Agenturen als Anspar-Wegweiser

Wenn Sie ein gutes Depot – vielleicht auch unter Nutzung des Informationsangebotes und der günstigen Gebühren eines Direktbeokers – zusammenstellen wollen, dann gibt es ein wahres Füllhorn an Informationen. Im Informationsangebot finden sich Charts, die die bisherige Kursentwicklung anzeigen. Zusätzlich gibt es Kennzahlen wie die Performacne über die letzten fünf oder zehn Jahre, die Ihnen schon einen HInweis auf die Langfrist-Perspektiven geben. Bei Fonds könnten Sie zusätzlich das Rating in die Auswahl mit einbeziehen, welches manche Broker direkt auf der Übersichtsseite der Wertpapiere mit angeben.

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Moderne Ordertypen unterstützen bei der Sicherung aufgelaufener Wertzuwächse

Einer der großen Vorteile des Wertpapier-Ansparens bei einem Direktbroker sind die geringen Kosten zwischen An- und Verkauf. Bei theoretisch auch steigenden Anlagen wie seltener Kunst oder gar Edelsteinen stehen Privatkunden und die gesamte Branche vor einer unüberwindbaren, zweifachen Herausforderung:

  1. Niemand kennt den Markt in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren. Deshalb kann auch kein Gutachter verlässlich sagen, welcher Erlös in Zukunft zu erzielen sein wird. Selbst bei renommierten Kunstwerken können sich manche Objekte als zum Aufrufpreis unverkäuflich herausstellen. Ein geringerer Erlös stellt dann eventuell die ganze Immobilien-Finanzierung in Frage.
  2. Problematisch sind auch die Versprechungen bei Wertanlagen, die überhaupt niemand nachvollziehen kann. So haben Bewertungen bei Diamanten und Edelsteinen eine enorme Bandbreite, so dass die Werthaltigkeit oder Gewinn des Anbieters in einem Investment nicht immer eindeutig bestimmbar ist.

Dagegen schneiden die Wertpapiere richtig gut ab: Aktienfonds investieren in weltbekannte Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Regionen und auch Produkte. Die Investments der Fonds können in den Jahres- bzw. Rechenschaftsberichten nachgelesen werden. Und wenn Sie weitere Details wissen möchten, dann gibt es die diversen Informationen wie die täglichen Meldungen der Indexstände an den Weltbörsen.

Zudem könnten Sie – je näher der Kauftermin für die Immobilie rückt – auch eine weitere Risikoreduzierung vornehmen. Der Anteil derjenigen Anlagen, die in Fonds (Kursfeststellung einmal am Tag) gehalten könnte reduziert werden und dafür könnten Standardaktien ins Depot gelegt werden. Bevor schließlich so 6 bis 3 Monate vor dem Immobilienkauf die Umschichtung in sofort zu 100 % abhebbares Geld erfolgen würde.

Haltet Ihr einen Teil direkt in Aktien so gibt es eine Art “Stop Win”-Order: Fällt ein Wert unter diesen “Stop Win”-Wert, so realisiert der Direktbroker automatisch meist fast exakt diesen Wert mit vielleicht ein paar Cent Abweichung. Der Grund: Im laufenden Wertpapierhandel werden die Kurse nicht nur einmal am Tag gestellt, sondern während der gesamten Handelszeiten. Da sind dann Kurssprünge von mehr als einem Prozent von der letzten Kursstellung bis zur aktuellen sehr, sehr selten.

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Der Wegweiser zur best möglichen Position auf der Chance-/Risikokurve

Wenn Sie sich ein bisschen für den Grund der Veränderung der Geldanlage-Welt und der Zinslandschaft interessieren dann hilft ein Blick nach Japan. Ministerpräsident Abe und seine Regierung haben schon vor Jahren eine ungewöhnliche Notbremse für die Staatsverschuldung gefunden: Sie setzten die Zinsen herunter, so dass schon fast von einer “Nullzinsphase” gesprochen werden kann. Vor zwei Jahren gab es einen netten Artikel im Onlineangebot des Nachrichtensenders n-tv, der einige Details des “Japan-Szenarios” beschreibt. Ein Teil davon wäre, dass die Menschen das Geld nach Hause tragen würden.

Dies sollten Sie auf keinen Fall tun! Neben einer guten Ausbildung bzw. Engagement für das Vorankommen im Beruf (spätere Lohnsteigerung möglich) ist deshalb eine leicht risikoreiche Geldanlage beinahe moralische Pflicht für alle, die Vermögen bilden wollen. Mit fünf bis zehn unterschiedlichen Aktien großer Aktiengesellschaften oder auch gemischt mit einigen als sehr gut bewerteten Fonds scheint der Weg zur Vermögensmehrung sehr gut beschreitbar zu sein.

Wenn Sie den ersten Schritt getan haben, die Kategorie der Festverzinslichen für ein paar Jahre auszuschließen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg!

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