Welche Möglichkeiten gibt es, kurzfristig Geld zu leihen?

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Welche Möglichkeiten gibt es, kurzfristig Geld zu leihen?

Finanzielle Engpässe kommen vor – selbst bei relativ gut betuchten Menschen. Wir können alle einmal in eine Lage geraten, wo wir kurzfristig schnell einmal mehr Geld bräuchten, als wir gerade zur Verfügung haben – sei es, um eine dringende Rechnung noch pünktlich bezahlen zu können, oder das überraschend kaputt gegangene Auto wieder flottzukriegen. Woher bekommt man aber kurzfristig Geld? Wir haben uns einmal angesehen, welche Möglichkeiten es gibt, und sie eingehend beleuchtet.

Geld von Verwandten und Freunden

Für viele ist das durchaus der erste Gedanke, der ihnen in den Sinn kommt: schnell einmal den besten Freund um einen kleinen Betrag bitten, oder bei einem Vertrauten aus der Verwandtschaft um ein Darlehen ersuchen. Was liegt denn näher, als sich an die Menschen zu wenden, denen man vertraut und mit denen man ohnehin dauernd Umgang pflegt?

Tatsächlich wechseln innerhalb der Verwandtschaft nicht selten durchaus auch größere Summen den Besitzer und werden als private Darlehen vergeben, bei Freunden müssen es in so einem Fall schon wirklich gute Freunde sein.

Die Vorteile gegenüber dem Bankkredit sind klar: die Freundschaft ersetzt die Bonitätsprüfung, die Zinsen sind (wenn es überhaupt welche gibt) bleiben moderat, und wenn mal eine Rate gerade nicht bedient werden kann, lässt sich immer darüber reden – ganz ohne Mahnspesen, böse Briefe und Androhungen.

Tatsächlich sind Darlehen im Freundes- und Verwandtenkreis aber gar nicht so unproblematisch, wie das auf den ersten Blick scheint. Beide Seiten gehen hier durchaus ein Risiko ein – wie auch ein Beitrag in der WELT beleuchtet: https://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article153012271/Das-muessen-Sie-beachten-wenn-Sie-Freunden-Geld-leihen.html

Das kann einen durchaus nachdenklich stimmen. Viele haben auch von vornherein eine natürliche Scheu, Freunde oder Verwandte um Geld zu bitten – vielleicht, angesichts der Dinge, die der Artikel der Welt aufwirft, auch nicht ganz unbegründet.

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Den Dispo nutzen

Der Dispo ist eigentlich genau dafür gedacht, kurzfristige finanzielle Engpässe überbrücken zu helfen. Ob er dafür das beste Mittel ist, darf man aber eher bezweifeln.

Beim Dispo fallen enorm hohe Zinsen an. Wenn es etwas dauert, bis man die geduldete Kontoüberziehung wieder ausgeglichen hat, summiert sich das unter Umständen zu beträchtlich hohen Kosten. Oft raten sogar die Bankberater eher zu einem kleinen Kredit anstatt den Dispo zu überziehen – eben wegen der sehr hohen Zinsen.

Dazu kommt, dass viele oft gar keinen Dispo haben – bei Arbeitslosen, Selbständigen oder Studenten ist das häufig recht schwierig. Oder der Dispo ist ohnehin schon ausgeschöpft oder sogar chronisch ausgeschöpft. Eine gute Lösung wäre er aber ohnehin in den meisten Fällen nicht.

Minikredite

Ganz neu ist eine Branche im Bankwesen, die vor allem kleine Kredite vergibt – in der Regel bis zu maximal 500 oder 600 Euro, mit sehr kurzen Laufzeiten von meist nur 1 – 2 Monaten. Für Bestandskunden sind dann oft auch einmal bis zu 1.500 EUR drin.

Die Plattformen, die solche Minikredite schnell und unbürokratisch anbieten, blühen – allerdings muss man bei den Bedingungen oft genauer hinsehen. Der effektive Zinssatz liegt hier oft bei fast 15 % p.a. – eigentlich enorm hoch. Nur bei so kurzen Laufzeiten wie 1 Monat sind die Kosten dann noch vertretbar, längerfristig würde das durchaus teuer.

Die Frage, die sich stellt ist aber: [strong]Kann[/strong] man denn überhaupt 600 Euro nach einem Monat wieder zurückzahlen – vor allem, wenn man sich gerade in einem finanziellen Engpass befindet? Und damit die Bank das auch für wahrscheinlich hält (immerhin entscheidet sie ja über die Vergabe nach eigenem Ermessen) muss man wohl schon ein recht hohes Einkommen und eine ausgezeichnete Bonität haben.

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Geworben wird zwar bei vielen damit, dass die SCHUFA-Prüfung keinen Einfluss auf die Entscheidung hat, geprüft wird aber in der Regel trotzdem. Ob das Ergebnis der Prüfung dann einen Einfluss auf die Entscheidung hatte, kann man als Kreditnehmer im Nachhinein wohl nur schwer beurteilen. Einige dieser Banken verlangen nicht einmal einen Gehaltsnachweis – von irgendwoher muss die Sicherheit der Bank aber kommen, Ausfallsrisiken versuchen Banken unter allen Umständen zu vermeiden – auch bei sehr kleinen Beträgen.

Minikredite mögen für Selbständige eine gute Lösung sein, die auch durch einen neu gewonnenen Auftrag schnell wieder größere Summen ins Haus bringen können und sonst oft nur schwer Kredit bekommen. Für den durchschnittlichen Kreditnehmner sind die extrem kurzen Laufzeiten bei solchen Mini-Krediten oft eher riskant und problematisch. Immerhin hat man aber ([i]gegen Aufzahlung und oft hohe Gebühren[/i]) das Geld innerhalb eines Tages auf dem Konto. Davon allein sollte man sich allerdings nicht blenden lassen – immerhin muss man den geliehenen Betrag auch sehr schnell wieder zurückzahlen. Dazu stellt sich natürlich auch immer die Frage, ob man mit so kleinen Beträgen seinen Engpass dann überhaupt überwinden kann – oder nicht ohnehin gleich mehr Geld benötigt.

Klassische Sofortkredite

Herkömmliche Kredite kosten deutlich weniger Zinsen und haben deutlich längere Laufzeiten als Minikredite – damit kann man seinen finanziellen Engpass deutlich entspannter überwinden.

Dazu kommt beim Sofortkredit, dass man durchaus auch höhere Beträge wählen kann – bis hin zu einem vollwertigen, fünfstelligen Kredit. Sofortkredite haben gegenüber klassischen Krediten aber den Vorteil, dass sie eine extrem kurze Bearbeitungsdauer haben: unmittelbar nach der Kreditentscheidung wird die Kreditsumme auch gleich aufs eigene Konto angewiesen. Das kommt allen jenen entgegen, die das geliehene Geld wirklich sehr schnell verfügbar haben müssen. Vor allem ist es auch möglich einen Sofortkredit online zu beantragen.

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Gegenüber einem klassischen Bankkredit gibt es sonst kaum Unterschiede. Die Zinsen sind nicht höher als bei einem Kredit bei der Hausbank – Angebote gibt es teilweise schon ab 1,8 % Zinssatz. Das sind gerade einmal ein wenig mehr als ein Zehntel von den Zinsen beim Dispo oder bei Minikrediten.

Beim Sofortkredit hat man auch die freie Auswahl: man kann in Ruhe die Angebote der einzelnen Banken miteinander vergleichen und den gewählten Sofortkredit danach gleich online beantragen. Das verkürzt das ganze Verfahren noch weiter und sorgt dafür, dass mein sein Geld dann besonders schnell in Händen hält.

Wichtig beim Vergleichen ist auch, dass auf Vergleichsportalen bei einer Kreditanfrage keine Meldung über den Kreditwunsch bei der SCHUFA hinterlegt wird – Hausbanken machen das sehr häufig aber schon. Wer in seinen SCHUFA-Akten dann Kreditablehnungen von vielen Banken sammelt, erhöht das Risiko, dass eine andere Bank dann ebenfalls “nein” sagt – einfach weil vor ihr schon so viele andere abgelehnt haben. Mit Online-Kreditportalen lässt sich dieses Risiko vermeiden.

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