Beim Stockpicking als Ergänzung der Anlagestrategie sollten Anleger in die Zukunft blicken

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Beim Stockpicking als Ergänzung der Anlagestrategie sollten Anleger in die Zukunft blicken

Durch die Verfügbarkeit von Online- und Diskontbrokern ist die Geldanlagelandschaft unglaublich vielfältig geworden. Den Anlegern stehen zudem wesentlich mehr Informationstools zur Verfügung als dies früher der Fall gewesen ist. In unserem Depot-Vergleichsrechner finden sich die günstigsten Broker für die Anleger – auch für das Stockpicking haben wir ein sehr gutes Angebot gefunden. Doch wie finden Sie die besten Branchen und Aktien, wenn Sie einen zusätzlichen Teil der Rendite durch gezieltes Heraussuchen der Aktien der Zukunft erwirtschaften möchten. Hier lohnt sich der Blick auf die bisherige Performance und die Zukunftsaussichten bzw. Rahmenbedingungen einer Branche.

Grundvoraussetzung: Stabiles Geschäftsmodell und bisherige Erträge

Wenn Sie Aktien vergleichen, die einen stabilen Aufwärtstrend haben, dann gibt es einige bei den meisten dieser attraktiven Aktien übereinstimmende Merkmale: Ein stabiles Kerngeschäft, meist mit stabilen Wachstumsraten und Erträgen, verbindet sich oft mit einem guten Bild in der öffentlichen Wahrnehmung: In der Wirtschaftspresse wird wenig von Problemen und Herausforderungen berichtet, die die Profitabilität in Frage stellen. Ein seit einigen Jahren vergleichsweise stabiles Gegenbeispiel dient zur Veranschaulichung: Im Online-Handel in Deutschland sind die Rücksendequoten exorbitant – insbesondere im internationalen Vergleich. Deshalb werden Onlineshop-Aktien mit Schwerpunkt bei Mode und im Inland tendenziell zu einer niedrigeren Rendite neigen.

Anders sieht dies beispielsweise bei vielen Innovatoren aus, die früher offline getätigte Geschäfte in die Online-Welt transferiert haben: Diese gewinnen Marktanteile und können nach der Etablierung aus einer steigenden Gewinnspanne schöpfen. Beispiele hierfür sind die Entwicklung der Aktien von Amazon oder auch Ebay und PayPal.

Die Dividendenkönige in die Zukunft verlängern – Rahmenbedingungen betrachten

Diese Betrachtungsweise baut auf der Charttechnik und auch der Setzung von “Stop Loss“-Orders auf: In einem ersten Schritt informieren Sie sich als Anleger darüber, welche Chancen mit der jeweiligen Branche verbunden sind:

  • Welche Branchen liefern dauernd Erträge und sind wenig negativen Schwankungen ausgesetzt (wie Lebensmittel-, Pharma- und Konsumgüterindustrie)?
  • In welchen Branchen könnte die Wertschöpfung der Zukunft generiert werden? Hier ist besonders auf schnellen technologischen Wandel zu achten und die Frage zu stellen, ob die Amortisationszyklen ausreichend lang sein könnten. Bei Technologiesprüngen gibt es immer enorm wachsende Branchen und Branchen, deren Produkte oder Dienstleistungen durch den technologischen Wandel obsolet werden könnten. Deshalb sollte die Betrachtung des Anlegers nicht auf ein, zwei Monate, sondern mehrere Jahre gerichtet sein.
  • Wie hoch ist der Marktanteil bzw. die Marktanteilsentwicklung in der jeweiligen Branche? Wenn Sie sich beispielsweise die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie ansehen, dann gibt es meist fünf bis zehn wirklich große Unternehmen, die in unterschiedlichen Bereichen Marktführer sind. Und die dank der Skaleneffekte bei Produktion, Marketing und Vertrieb letztendlich auch höhere Margen durchsetzen können als der Mittelstand.
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Wenn Sie also unseren Tipp mit den Dividendenkönigen der Aktien noch einmal durchsehen und die einzelnen Werte auf Zukunftsfähigkeit abprüfen, dann haben Sie die wichtigsten Schritte zum Stock Picking unternommen und können neben den Erträgen aus den ETFs dem Depot eine weitere stabile Säule hinzufügen.

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