Höchste Zinsen auf Tagesgeld – April 2014

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Höchste Zinsen auf Tagesgeld – April 2014

Das erste Quartal ist vorbei – im DAX haben einige wichtige Unternehmen Bilanz gelegt, Ergebnisse vorgestellt und Dividenden für das Jahr Geschäftsjahr 2013, die im Jahr 2014 bezahlt werden, vorgeschlagen – mehr hierzu im DAX Dividendenreport 2014.

Die schwierige Situation in Osteuropa („Krim-Krise“) und das „Tapering“ der US-Notenbank FED (also das gemächliche Zurücknehmen des Gelddruckens; Stichwort Quantitave Easing) bewegen die Märkte wie schon im März auch im April 2014.

Gegenüber dem März 2014 hat sich aus unserer Sicht nichts verändert – die Top 3 Angebote sind dieselben wie schon im vorhergegangen Monat – es gibt wieder zwei Angebote mit 1,40 % Zinsen. Sollte die US-Notenbank das Tapering weiterbetreiben – also die monatlichen Anleihekäufe weiterhin reduzieren – so könnten wir jedoch bereits in den nächsten Monaten ein paar Lockangebote (die über die aktuellen Lockangebote hinausgehen) sehen.

Wir finden Tagesgeld weiterhin wichtig und sind dagegen, sämtliche Liquidität am Girokonto (in der Regel unverzinst) vergammeln zu lassen. Wir haben daher den Markt für kurzfristige Sparformen analysiert und stellen Ihnen die 3 Top-Angebote für den April 2014 vor.

Die Top 3 Tagesgeld-Angebote im April 2014

Volkswagen Bank
1,40 %
  • keine Mindestanlagesumme
  • 4 Monate Zinsgarantie
  • monatliche Zinsgutschrift
  • deutsche Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zum Angebot
Volkswagen Logo
Santander
1,40 %
  • keine Mindestanlagesumme
  • monatliche Zinsgutschrift
  • österreichische Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zum Angebot
  • Achtung: Nur für Anleger mit Wohnsitz in Österreich
Santander
Cortal Consors
1,30 %
  • keine Mindestanlagesumme
  • 12 Monate Zinsgarantie
  • deutsche Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zum Angebot
DieKleinanleger - CortalConsors

Zinsentwicklung im April 2014

Der Durchschnittszins unserer Top 3 Angebote liegt bei 1,37 % p.a. – dies entspricht einer Veränderung von 0 Basispunkten gegenüber dem März 2013 (1,37 % p.a.). Der Monat war generell von wenig Zinsänderungen bewegt – bei unseren üblichen Favoriten hat sich nur eine Bank entschlossen, den Zinssatz für Tagesgeld anzupassen (Bank of Scotland: von 1,20 % auf 1,10 % p.a.)

Mehr zum Thema  ATX-Dividendenreport 2014

Der EONIA (Euro Overnight Index Average – der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich Banken für eine Nacht Kredit gewähren) stand Anfang März bei 0,162 % und steht aktuell bei 0,212 % und somit ganze 5 Basispunkt höher. In letzter Zeit tritt erhöhte Volatilität in diesem Zinsprodukt.

Auch der EURIBOR (12 Monate, Währung Euro) ist gestiegen:: von 0,549 % ging’s um 5 Basispunkte nach oben auf 0,599 %.

Steigende Zinsen bedeuten – ceteris paribus – einen Abstieg von Anleihekursen. Dies ist (in Deutschland) auch geschehen. Der Bund-Future, eine fiktive 10-jährige deutsche Bundesanleihe und somit ein guter Zinsindikator, ist im März 2013 von 145,14 auf 143,21 Euro gestiegen – ein Minus Plus von 1,33 %.

Welche Kriterien müssen unsere Tagesgeld-Angebote erfüllen?

Neben der effektiven Verzinsung – die bei den meisten Banken einfach dem Zinssatz p.a. entspricht – sind für uns folgende Aspekte von Bedeutung:

  • Einlagensicherung: Einlagen bei einer Bank mit Banklizenz eines Mitgliedslandes der Europäischen Union sind dank Richtlinie 2009/14/EG bis mindestens 100.000 Euro geschützt. Obwohl die Mitgliedsstaaten der EU theoretisch vorteilhaftere Einlagensicherungs-Gesetzte beschließen könnten, wird diese Höhe aktuell von keinem Mitgliedsland überboten. In Großbritannien beträgt die Grenze übrigens 85.000 britische Pfund – dies entspricht ungefähr 100.000 Euro.
  • Mindestanlagesumme: Generell präferieren wir Angebote ohne Mindestanlagesumme, bei kleinen Summen von 1.000 Euro können wir dieses Angebot aber dennoch empfehlen. Bei größeren Summen (z.B.: 5.000 Euro) sehen wir dies allerdings anders.
  • Gebühren, Spesen und andere „Rendite-Fresser“: Hier haben wir eine Nulltoleranz-Politik – ein Tagesgeldkonto darf keinen Cent an Spesen oder Gebühren kosten.
  • Solvenz: Zugegeben, es ist relativ schwer zu beurteilen bzw. vorherzusagen, wie es um die Liquidität/Solvenz einer Bank steht. Tagesgeldangebote für Kleinanleger kommen allerdings regelmäßig von Großbanken, die mit einer Internet-Offensive neue Kunden an Land ziehen wollen. Auch wenn kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Größe und Stabilität bei einer Bank besteht, so empfehlen wir große Banken in der Regel eher als kleine Privatbanken. Auch wenn es nach Moral Hazard klingt – eine kleine Bank ohne nennenswerte Einlagen wird wohl nicht so schnell vom Staat gerettet.
Mehr zum Thema  Wie sind Indexfonds entstanden? - Die Geschichte der ETFs

Weitere Tages- und auch Festgeldangebote finden Sie mittels unseres Vergleichrechners.

 

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