Der günstigste Broker, um XETRA-Aktien zu kaufen

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Der günstigste Broker, um XETRA-Aktien zu kaufen

Zuletzt aktualisiert: April 2026

XETRA ist der führende elektronische Handelsplatz in Deutschland und für viele Privatanleger der bevorzugte Börsenplatz für den Kauf und Verkauf von deutschen und europäischen Aktien. Die Gebühren für XETRA-Orders unterscheiden sich je nach Broker erheblich — von unter 1 Euro bis über 20 Euro pro Transaktion. Dieser Beitrag zeigt, welche Anbieter 2026 am günstigsten abschneiden.

Was ist XETRA — und warum ist der Handelsplatz relevant?

XETRA (Exchange Electronic Trading) ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse AG in Frankfurt. Über 90 % des deutschen Aktienhandels werden über XETRA abgewickelt — was bedeutet: hohe Liquidität, enge Spreads und schnelle Orderausführung. Im Vergleich zu Regionalbörsen wie Stuttgart oder Düsseldorf bietet XETRA in der Regel den marktgerechteren Kurs, besonders bei Standardwerten wie DAX-Aktien.

Handelszeiten: Mo–Fr, 9:00–17:30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten werden Orders vorgemerkt und zum Eröffnungskurs ausgeführt.

Welcher Broker bietet XETRA-Zugang und ist am günstigsten?

Nicht alle Broker bieten direkten Zugang zur XETRA. Neobroker wie Trade Republic leiten Orders über eigene Market Maker (LS Exchange) ab — das ist günstig, aber kein echter XETRA-Kurs. Wer tatsächlich über XETRA handeln möchte, benötigt einen Broker mit echtem Börsenzugang.

BrokerXETRA-ZugangOrdergebühr XETRAMindestgebührDepotgebühr
Scalable Capital✅ direkt0,99 € (Basis) / kostenlos (Prime)0,99 €kostenlos
LYNX✅ direktab 2,00 €2,00 €kostenlos
CapTrader✅ direktab 2,00 €2,00 €kostenlos
Trade Republic❌ (LS Exchange)1,00 € Pauschale1,00 €kostenlos
Filialbank (Beispiel)✅ direkt10–25 €10–12 €20–40 € p.a.

Welcher Broker ist für XETRA-Aktien die beste Wahl?

Scalable Capital ist für die meisten Privatanleger, die XETRA-Zugang wollen, die erste Wahl. Das Basis-Modell kostet 0,99 € pro Order, unabhängig vom Ordervolumen. Mit dem Prime-Abo (2,99 €/Monat) werden alle Orders kostenlos — das lohnt sich bereits ab drei XETRA-Orders im Monat. Zusätzlich sind ETF-Sparpläne kostenlos, das Depot ist gebührenfrei und das Produktangebot mit über 8.000 Aktien und 2.500 ETFs sehr breit.

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→ Scalable Capital Depot eröffnen

Für Vieltrader, die zusätzlich internationale Märkte, Optionen oder Futures handeln wollen, ist LYNX die bessere Wahl: über 150 Märkte weltweit, professionelle Handelsplattform (TWS), XETRA-Zugang ab 2 € pro Order. Mindesteinlage: 2.000 €.

→ LYNX Depot eröffnen

Wer kein XETRA benötigt und hauptsächlich Sparpläne und gelegentliche Einzelorders aufgibt, fährt mit Trade Republic (1 € Pauschale über LS Exchange) günstiger und einfacher.

→ Trade Republic Depot eröffnen

XETRA oder außerbörslicher Handel — was ist besser?

Die Antwort hängt vom Ordervolumen und der Liquidität des Wertes ab. Bei großen, liquiden DAX-Aktien (SAP, Siemens, Allianz) sind die Spreads an der XETRA in der Regel enger als im außerbörslichen Direkthandel. Bei kleineren Werten mit geringerem Handelsvolumen kann es umgekehrt sein.

Für typische Privatanleger mit Orders unter 5.000 Euro und Standardwerten aus DAX oder MDAX ist der Unterschied zwischen XETRA und einem günstigen Market Maker minimal. Ab Orders von 10.000 Euro und bei Werten mit geringem Spread lohnt sich XETRA tendenziell mehr.

Wie erkennt man, ob ein Order wirklich über XETRA ausgeführt wurde?

In der Orderabrechnung steht der Ausführungsort (auch: Handelsplatz oder Börsenplatz). Bei XETRA ist das typischerweise „Frankfurt (XETRA)“ oder kurz „XETRA“. Bei LS Exchange oder anderen Market Makern steht dort der jeweilige Anbieter. Die Abrechnung erhalten Sie nach jeder ausgeführten Order per E-Mail oder in der App des Brokers.

Häufige Fragen zu XETRA und Broker-Gebühren

Muss ich zwingend über XETRA handeln?
Nein. Für die meisten Privatanleger, die ETFs und DAX-Aktien über Sparpläne oder gelegentliche Einmalkäufe erwerben, macht es keinen wesentlichen Unterschied, ob die Order über XETRA oder einen liquiden Market Maker ausgeführt wird. XETRA ist vor allem bei größeren Einzelorders und bei weniger liquiden Werten vorteilhaft.

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Was sind XETRA-Handelsplatzgebühren?
Neben der Broker-Ordergebühr fallen bei XETRA zusätzliche Börsengebühren an, die von der Deutschen Börse erhoben werden. Diese werden vom Broker an den Kunden weitergeleitet und betragen in der Regel 0,01–0,08 % des Ordervolumens, oft mit einem Minimum von 0,50–1,50 Euro. Die meisten Broker weisen diese Position separat in der Abrechnung aus.

Kann ich XETRA-Orders als Limit-Order aufgeben?
Ja. Limit-Orders sind an der XETRA Standard und kosten bei den meisten Brokern keine Aufpreis. Das Limit wird in den XETRA-Orderbuch eingestellt und nur ausgeführt, wenn der Marktpreis Ihr Limit erreicht oder unterschreitet (beim Kauf) bzw. überschreitet (beim Verkauf).

Ist Scalable Capital sicher für größere Beträge?
Ja. Scalable Capital ist bei der BaFin lizenziert, Wertpapiere gelten als Sondervermögen und sind im Insolvenzfall geschützt. Das Verrechnungskontoguthaben ist bis 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Für sehr große Vermögen (über 500.000 Euro) bietet LYNX durch die SIPC-Absicherung über Interactive Brokers zusätzlichen Schutz.

Lohnt sich das Scalable Capital Prime-Abo für mich?
Das Prime-Abo kostet 2,99 Euro pro Monat und macht alle Orders kostenlos. Wer mindestens drei Orders pro Monat über XETRA aufgibt, amortisiert das Abo bereits vollständig. Für passive Anleger mit einem monatlichen Sparplan ohne zusätzliche Einzelorders ist das Basis-Modell (0,99 Euro pro Order) günstiger.

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