Was ist der Devisenmarkt?

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Was ist der Devisenmarkt?

Der Devisenmarkt ist der Marktplatz, an dem unterschiedliche Währungen gegeneinander getauscht werden. Dabei kann unterschieden werden zwischen dem Devisenmarkt für Währungen zur sofortigen Verbuchung bzw. Lieferung und den Terminmärkten, an denen sich meist Unternehmen gegen zukünftige Währungsentwicklungen absichern. Dies geschieht dadurch, dass sie eine in die Zukunft gerichtete Transaktion abschließen und schon heute die Beträge, Kurse und Ausführung festgelegt werden (Terminhandel im Vergleich zum Spotmark (=sofortige Ausführung).

Unterschiedliche Aufgaben des Devisenmarktes – je nach Anlegermotiv

In diversen Statistiken und Berichten – u. a. auch bei der „Bank for International Settlement“ (BIS) – finden sich beeindruckende Staistiken über das tägliche Handelsvolumen auf den Devisenmärkten. Dies betrug im April 2013 pro Tag mehr als 5,3 Billionen Euro pro Tag. In dieser Kennzahl sind die täglichen Umsätze sowohl der exportierenden und importierenden Unternehmen, staatliche Transaktionen und auch Devisengeschäfte mit Anlagemotiv enthalten.

Der Devisenmarkt erfüllt dabei ganz unterschiedliche Aufgaben:

  • Monetäre Abbildung von Transaktionen mit Waren und Dienstleistungen
    Diese Funktion des Devisenmarktes macht internationalen Handel erst möglich: Im Gegenzug zu den Exporten von Waren und Dienstleistungen entsteht ein grenzüberschreitender Geldstrom. Die einzelnen Währungen werden ineinander getauscht, so dass der jeweilige Exporteur über Kaufkraft in seiner Inlandswährung verfügt. Durch einen möglichst genehmigungsfreien Tausch der Währungen untereinander ist auch das Ankurbeln des Exportmotors möglich.
  • Geld- bzw. Zahlungsstrom zu grenzüberschreitenden Wertpapiergeschäften
    Wenn Sie als Anleger beispielsweise in einen Aktienfonds investieren, der nicht nur im EURO-Raum investiert oder wenn Sie direkt eine Aktie beispielsweise an der New Yorker Börse oder in Hong Kong kaufen, dann lösen Sie damit ein Fremdwährungsgeschäft aus. Da es sich dabei um Buchungen in Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften handelt, wird der bessere Devisenkurs und nicht der Kurs für den Tausch von physischem Bargeld (wie Münzen und Geldscheine) berechnet. Dem jeweiligen Wertpapierauftrag ist immer der Gegenwert in den unterschiedlichen Währungen zugeordnet.
  • Fremdwährungshandel bzw. Tausch zu Geldanlage- oder Spekulationszwecken
    Der Devisenmarkt wird von institutionellen Anlegern und Privatinvestoren auch zur Erhöhung der Rendite des eigenen Depots genutzt. Manchmal in indirekter Art und Weise, wenn zu den Kurssteigerungen von Auslandsaktien ein zusätzlicher Währungseffekt hinzukommt. Manchmal direkt, wenn Gelder auf Fremdwährungskonten angelegt werden oder die Anleger Devisenpositionen eröffnen. Auch Kleinanleger können am Forex-Handel teilnehmen – dazu ist die Eröffnung eines Forex Brokers (wir verwenden dazu FX-Flat) eine Voraußsetzung.
Mehr zum Thema  Folge 39 - Währungen und Spekulation

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