Beim Kauf von Aktien fallen Gebühren für den Börsenplatz und die Orderbearbeitung an

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Beim Kauf von Aktien fallen Gebühren für den Börsenplatz und die Orderbearbeitung an

Beim Kauf von Aktien fallen unterschiedliche Gebühren an, von denen Sie allerdings einen Teil direkt und selbst durch die Wahl des passenden Brokers beeinflussen können. Diese sind allerdings wesentlich niedriger als bei den meisten Investment-Fonds, da nicht zusätzlich neue Wertpapiere ausgegeben werden, sondern Sie meist bestehende Aktien eines Unternehmens kaufen.

Löwenanteil der Gebühren für Orderannahme, -weiterleitung und -bearbeitung

Wenn Sie kurzfristige Wertschwankungen bei Aktien für die Geldanlage nutzen möchten oder wenn mehr Geld „netto“ in der Geldanlage ankommen soll, dann sollten Sie vor der Ordererteilung die Preisaushänge oder Leistungsverzeichnisse der Banken und Online-Broker gründlich studieren. Da die Order unabhängig vom Ort der Orderaufgabe immer an den gewünschten Handelsplatz gehen, bieten die modernen Online-Broker ein wesentlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bei Ordern von Privatanlegern sind bei den Neobrokern Ordergebühren von 0 € bis 1 € an der Tagesordnung. Die klassische Filialbank berechnet dagegen meistens ein Minimum von 20 oder 25 Euro. Die Gebühren der Filialbank steigen dann noch weiter an, wenn der angelegte Geldbetrag pro Kauforder höher ist: Die meisten Preisaushänge sehen eine Gebühr von 1 % vor.

Ein Rechenbeispiel: Eine Order über 3.500 Euro kostet bei der Filialbank rund 35 €, bei Trade Republic pauschal 1 € und bei Scalable Capital im Prime-Abo sogar 0 €. Damit lassen sich beim Online-Broker mehr als 95 % der Gebühren sparen, die auf die Bank- bzw. Brokerleistungen entfallen würden.

Kleinere Beträge für Börsenplatz und Abrechnung

Wenn Sie vor dem Kauf die Gesamtkosten der Aktienorder berechnen möchten, dann können Sie die kleineren Gebühren von verschiedenen Börsenplätzen mit insgesamt einigen Euro auf den Gesamtwert addieren. Beispielsweise 3,00 € für das Clearing einer ausländischen Aktie an einem deutschen Börsenplatz oder einige Euro für die Buchung der Geld- und Wertpapiergegenwerte über Clearstream oder das Äquivalent des jeweiligen Börsenplatzes. Hinzu kommt eine Gebühr für die Kursstellung durch den jeweiligen Börsenplatz, die bei den meisten Orders so um die 2,50 € liegt oder bei größeren Orders einen Wert weit unter 0,10 % (oft 0,05 %) hat. Bei vielen Neobrokern sind diese Handelsplatzgebühren allerdings bereits in der Ordergebühr enthalten oder entfallen komplett, weil über einen einzigen Handelspartner wie LS Exchange oder gettex abgewickelt wird.

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Die Gebühren für den Aktienkauf können Sie am besten einschätzen, wenn Sie sich die Einzelpositionen eines Kauf-Beleges genau ansehen. Dort ist exakt ausgewiesen, wann es sich um einen Mindestbetrag („Mindestgebühr“) handelt oder welcher prozentuale Satz in Rechnung gestellt wurde.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Kauf von Aktien an den Börsen heute sehr günstig möglich ist. Eine ähnliche Gebührenstruktur würden Sie beim Kauf von risikostreuenden ETFs finden, die auch ohne die bei den Filialbanken üblichen hohen Ausgabeaufschläge für die klassischen Aktienfonds gehandelt werden.

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