Die Top 3 Broker für Vieltrader

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Die Top 3 Broker für Vieltrader

Zuletzt aktualisiert: April 2026

Kleinanleger und Vieltrader schließen sich nicht aus. Nicht jeder Kleinanleger hält ein schmales Portfolio über Jahre unverändert — immer mehr Anleger probieren auch Daytrading aus oder schichten ihr Depot aktiv um. Wer bereit ist zu lernen und sich zu engagieren, kann damit durchaus erfolgreich sein. Gerade beim Vieltraden spielen aber die Gebühren und die Funktionalität der Plattform eine entscheidende Rolle — bei 50 Orders pro Monat macht jeder Euro Ordergebühr einen Unterschied von 600 € im Jahr.

Wir haben den Markt für Sie durchleuchtet und die drei besten Broker für Vieltrader 2026 identifiziert — plus eine Spezialempfehlung für internationale Trader.

Was macht einen guten Broker für Vieltrader aus?

Bei gelegentlichen Anlegern spielen Gebühren eine untergeordnete Rolle — bei Vieltradern explodieren sie. Die drei wichtigsten Kriterien:

  • Flatrate oder sehr niedrige Order-Pauschalen — Volumenabhängige Gebühren skalieren mit jedem Trade nach oben.
  • Professionelle Ordertypen — Stop-Loss, Trailing Stop, OCO, Limit, Iceberg. Wer aktiv handelt, braucht mehr als nur Market-Orders.
  • Schnelle Ausführung und stabile Plattform — Bei Daytrading zählt jede Sekunde. App, Desktop und Web müssen zuverlässig funktionieren.

Top-Broker Nummer 1: Scalable Capital Prime+

Scalable Capital ist die klare Nummer 1 für typische Vieltrader mit 10 bis 100 Orders pro Monat. Das Prime+-Abo für 6,99 € monatlich (oder 59,88 € jährlich) schaltet unbegrenzt kostenlose Trades frei. Ab etwa 7 Orders pro Monat rechnet sich das Abo gegenüber dem Free Broker; ab 15 Orders lohnt es sich deutlich gegenüber nahezu allen Mitbewerbern.

Die wichtigsten Gebühren im Überblick:

  • Depotführung: kostenlos
  • Mindesteinlage: keine
  • Prime+-Flatrate: 6,99 €/Monat — danach 0 € Ordergebühr unbegrenzt (Gettex, Xetra)
  • ETF-Sparpläne: kostenlos
  • Ordertypen: Market, Limit, Stop, Stop-Limit, Trailing Stop, OCO
  • Verwahrung: BaFin-reguliert (Baader Bank als depotführende Stelle)

Was Scalable für Vieltrader zusätzlich attraktiv macht: Die Plattform ist sowohl als App als auch im Browser sehr aufgeräumt, Kursdaten sind live, und die Ordermaske reagiert schnell. Für Anleger, die mehrere tausend Euro Cash auf dem Verrechnungskonto halten, bietet Prime+ aktuell auch eine attraktive Verzinsung auf die Liquidität (exakte Konditionen ändern sich — auf der aktuellen Scalable-Seite prüfen).

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Fazit Scalable Capital Prime+: Die beste Kombination aus Preis, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit für 90 % aller Vieltrader in Deutschland und Österreich.

→ Zum Scalable Capital Prime+ Angebot

Top-Broker Nummer 2: LYNX

Für ambitionierte Trader, die auch auf internationalen Börsen agieren oder mit Optionen, Futures und CFDs arbeiten, ist LYNX die Empfehlung. Der Broker aus den Niederlanden mit deutscher Niederlassung baut auf der Interactive-Brokers-Infrastruktur auf — damit stehen über 150 Börsen weltweit offen, inkl. NYSE, NASDAQ, Hongkong und Tokio.

Die wichtigsten Gebühren im Überblick:

  • Depotführung: kostenlos
  • Mindesteinlage: keine
  • Xetra-Order: ab 5,80 € pro Order
  • US-Aktien: ab 5,00 USD pro Order
  • Optionen: ab 2,00 € pro Kontrakt
  • Futures: ab 2,00 € pro Kontrakt
  • Über 100 Ordertypen inkl. Trailing Stop, OCO, Bracket, Iceberg

Die LYNX-Handelsplattform ist klar für Profis gemacht: Trader Workstation (TWS) bietet mehr Features als jede andere Plattform auf dem deutschen Markt, ist aber auch entsprechend steiler in der Lernkurve. Für aktive Trader mit Options-Strategien oder internationalen Portfolios gibt es allerdings wenig Besseres.

Fazit LYNX: Erste Wahl für Profi-Vieltrader mit Fokus auf Optionen, US-Märkte oder internationale Diversifikation.

→ Zum LYNX-Angebot

Top-Broker Nummer 3: Trade Republic

Trade Republic ist der Einsteiger unter den Top 3 — aber nicht zu unterschätzen. Die pauschale Ordergebühr von 1 € ist für Vieltrader mit bis zu etwa 10 Orders pro Monat die günstigste Lösung am Markt. ETF-Sparpläne sind komplett kostenlos.

Die wichtigsten Gebühren im Überblick:

  • Depotführung: kostenlos
  • Mindesteinlage: keine
  • Ordergebühr: 1 € pauschal (Aktien, ETFs, Zertifikate, Krypto)
  • ETF-Sparpläne: kostenlos
  • Ordertypen: Market, Limit, Stop — deutlich eingeschränkter als Scalable und LYNX
  • Handelsplatz: ausschließlich LS Exchange (Übernahme durch Tradegate wird zeitweise geprüft)

Der größte Nachteil für Vieltrader: Trade Republic bietet nur Basic-Ordertypen und handelt nur über einen einzigen Handelspartner. Für einfache Aktien- und ETF-Trades ist das kein Problem, für komplexere Strategien reicht es nicht. Wer hingegen günstig Einzelaktien kaufen und verkaufen will, findet hier die niedrigste absolute Ordergebühr am Markt.

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Fazit Trade Republic: Perfekt für Einstiegs-Vieltrader mit wenigen Orders pro Monat und Fokus auf Aktien- und ETF-Käufe.

→ Zum Trade-Republic-Angebot

Ehrenvolle Erwähnung: CapTrader für internationale Anleger

Wer primär US-Aktien handelt, Optionen auf US-Basiswerte schreibt oder häufig Anleihen an internationalen Börsen kauft, sollte einen Blick auf CapTrader werfen. Der Broker basiert — wie LYNX — auf Interactive Brokers, ist aber noch etwas günstiger bei US-Orders (ab 2 €) und bei größeren Volumen besonders attraktiv.

Zu beachten: Mindesteinlage 2.000 €, Handelsplattform ist ebenfalls Trader Workstation. Für Anleger mit primärem Deutschland-Fokus ist CapTrader tendenziell zu professionell, für internationale Vieltrader mit niedrigem Budget eine interessante Alternative zu LYNX.

→ Zum CapTrader-Angebot

Kostenvergleich in der Praxis: 10 Orders à 2.000 € pro Monat

Die abstrakten Gebühren werden erst mit einer konkreten Rechnung greifbar. Ein typischer Vieltrader mit 10 Trades pro Monat, Ordervolumen 2.000 € pro Trade, handelt im DAX über Gettex oder Xetra:

BrokerKosten pro Order10 Orders/MonatKosten p. a.
Scalable Prime+0,00 €6,99 € (Flatrate)83,88 €
Trade Republic1,00 €10,00 €120,00 €
LYNXab 5,80 €58,00 €696,00 €
CapTraderab 4,00 €40,00 €480,00 €
Klassische Filialbankca. 25 €250,00 €3.000,00 €

Kostenbeispiel für 10 Standard-Orders pro Monat im DAX. LYNX und CapTrader sind hier aufgrund ihrer Volumensstaffelung teurer, glichen dies aber bei internationalen Orders, Optionen oder größeren Einzelpositionen deutlich aus.

Bei 50 Orders pro Monat verschiebt sich das Bild noch deutlicher zugunsten von Scalable Prime+: Die Flatrate bleibt bei 83,88 € p. a. — bei Trade Republic wären es 600 €, bei der Filialbank 15.000 €.

Für Ihr individuelles Handelsprofil empfehlen wir einen Blick in unseren Depotkonto-Vergleichsrechner.

FAQ: Häufige Fragen zu Brokern für Vieltrader

Ab wann lohnt sich ein Flatrate-Abo wie Scalable Prime+?
Das Prime+-Abo für 6,99 € im Monat rechnet sich gegenüber dem Free Broker ab etwa 7 Orders pro Monat. Gegenüber Trade Republic lohnt es sich ab rund 7 Orders, gegenüber klassischen Banken ab der zweiten Order des Monats.

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Welcher Broker ist der richtige für Daytrading?
Für echtes Daytrading mit mehreren Trades pro Tag und professionellen Ordertypen ist LYNX die klare Empfehlung. Für weniger intensives Daytrading mit Standard-Ordertypen reicht Scalable Prime+ aus und ist deutlich günstiger.

Kann ich bei Scalable Capital auch Optionen handeln?
Nein — Scalable Capital bietet keine Options-Scheine im professionellen Sinne (Calls/Puts auf Aktien zum Schreiben). Dafür brauchen Sie LYNX oder CapTrader. Knock-Out-Zertifikate und Faktor-Zertifikate sind aber bei Scalable handelbar.

Wo sind meine Einlagen bei Vieltrading-Brokern geschützt?
Alle genannten Broker sind reguliert und deponieren Kundengelder getrennt. Scalable arbeitet mit der Baader Bank (deutsche Einlagensicherung bis 100.000 €). Trade Republic ist selbst Bank. LYNX und CapTrader fallen unter die niederländische bzw. deutsche Einlagensicherung (bis 20.000 €). Wertpapiere sind Sondervermögen und im Insolvenzfall geschützt.

Kann ich mein Depot später zu einem anderen Broker wechseln?
Ja. Ein Depotübertrag ist gesetzlich kostenlos, dauert aber je nach abgebender Bank 2–8 Wochen. Bei reinen Aktien- und ETF-Positionen ist der Wechsel unproblematisch; bei komplexen Derivaten kann es zu Einschränkungen kommen.

Brauche ich für professionelles Vieltraden ein Gewerbe?
Nein. Privater Wertpapierhandel ist in Deutschland steuerlich als Kapitalertrag abgedeckt (25 % Abgeltungsteuer plus Soli und ggf. Kirchensteuer), unabhängig vom Volumen. Nur bei sehr hohen Orderfrequenzen und kommerzieller Ausrichtung kann das Finanzamt gewerblichen Handel vermuten — in der Praxis sehr selten bei Privatanlegern.

Fazit: Welcher Broker passt zu welchem Vieltrader?

  • Standard-Vieltrader (10–100 Orders/Monat, überwiegend Aktien und ETFs): Scalable Capital Prime+
  • Profi-Trader mit Optionen, Futures, internationalen Märkten: LYNX
  • Gelegenheits-Vieltrader (bis 10 Orders/Monat): Trade Republic
  • Internationaler Anleger mit US-Fokus: CapTrader

In allen Fällen lohnt sich der Wechsel von einer klassischen Filialbank zu einem Online-Broker. Die Gebührenersparnis liegt bei typischen Vieltrader-Profilen im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr.

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