Aktien mit stetiger Seitwärtsentwicklung verhageln Performance und Vermögenszuwachs

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Aktien mit stetiger Seitwärtsentwicklung verhageln Performance und Vermögenszuwachs

Vor einiger Zeit berichteten wir bei Diekleinanleger.com darüber, wie das Instrument der Stop Loss Orders und der Marktbeobachtung das Kursrisiko bei Portfolios von Privatanlegern minimieren können. Allerdings sollten Sie sich als Anleger auch um die Anlagen kümmern, die keinerlei Rendite abwerfen. Denken Sie dabei an Aktien, deren Dividendenrendite seit Jahren sehr niedrig ist und deren Kursentwicklung sich am besten als langjähriger Seitwärtskanal beschreiben lässt.

Ausweichen aus den “vergessenen” Aktien der ersten und zweiten Reihe

Diese Strategie eignet sich insbesondere für Depots, die bei einem Online- oder Diskontbroker geführt werden und pro einzelner Order nicht gleich Mindest-Bankgebühren von 25 Euro verursachen – wie beispielsweise sie eine süddeutsche Sparkasse und viele weitere Filialbanken erheben! Drucken Sie sich den Depotauszug einmal pro Quartal aus oder gehen Sie (je nach Broker) auf die Seite mit den Einstandskursen bzw. Verlusten/Gewinnen. Sie werden vergleichsweise schnell Aktien identifizieren, die sich innerhalb bestimmter Bandbreiten bewegen oder deren Kurs nahezu zementiert in der Nähe des Ausgabekurses (bei Neuemissionen) verbleibt. Anhand zweier Beispiele lässt sich diese Tendenz – nahezu unabhängig vom aktuellen Börsengeschehen – nachvollziehen. Deshalb ist dieser Artikel wahrscheinlich auch noch aktuell, wenn Sie unsere “Non-Performer” in einigen Monaten aufrufen: Halloren (WKN: A0LR5T) wurde im Mai 2007 zu einem Kurs von 6,90 Euro emittiert und notiert beinahe 9 Jahre später zum Jahreswechsel 2015/2016 bei 7,00 Euro. In diesem Zeitraum konnte die Aktie also nur insgesamt ca. 1,4 % Rendite erzielen. Ähnliches gilt auch für Branchen mit erst langfristig anspringenden Gewinne bzw. Aktien mit einer nicht investorenfreundlichen Dividendenpolitik. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 mussten die Anleger einen sehr trägen Kursverlauf fast ohne Kursgewinne bei der Microsoft Aktie (WKN: 870747) betrachten! Wenn Sie hier zwischen 2007/2008 ausgestiegen sind und erst bei Entstehen eines neuen Aufwärtstrends bzw. anhand guter Unternehmensnachrichten wieder eingestiegen sind, dann konnten Sie die Performance einer anderen Aktie bzw. eines ETFs nutzen und Ihr Wertzuwachs wurde nicht verhagelt durch einen “Non-Performer”.

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Natürlich können Sie als Anleger nicht jeden einzelnen Wert auf die Nicht-Performance prüfen, allerdings gibt es einige Kriterien mit denen das Erkennen und die Auswahl leichter fallen. Neben dem aktuellen Depotauszug und den Charts gibt es auch eine Kennzahl, die die Reaktion eines Wertpapiers auf einen Vergleichsindex beschreibt!

Nutzung des ß-Faktors als Kenngröße und Entscheidungskriterium

Im Börsenlexikon der renommierten FAZ findet sich eine sehr gute Zusammenfassung bzw. Begriffsbestimmung der mathematischen Kennzahl des ß-Faktors, den Sie für die Optimierung des Depots und die Verbesserung der Depot-Performance nutzen können. Wenn Sie bei einer Aufschwungphase ein Depot mit einem hohen Wertzuwachs haben möchten, dann sollten Sie sich für Aktien entscheiden, die einen hohen Beta-Faktor haben.

Der Beta-Faktor korrespondiert bei der Prognose, welche Werte sich wahrscheinlich seitwärts entwickeln, mit zwei weiteren Kennzahlen bzw. “technischen Daten” der Wertpapiere:

  1. KGV als Messzahl für die Attraktivität eines Investments
    Im langjährigen Vergleich gibt es KGV-Werte, die für extrem günstige Investments sprechen und welche, die darauf hindeuten, dass eine Aktie bereits sehr überkauft ist. Ein KGV von über 30 deutet beispielsweise auf ein extremes Abwärtspotenzial hin – wenn sich an der Gewinnsituation des Unternehmens auf absehbare Zeit nichts ändern wird. Ein niedriges KGV zeigt, dass es wenig Abwärtspotenzial gibt – kann aber auch darauf hindeuten, dass die Aktie in der Gunst der Anleger nicht vorne liegt. Das KGV sollte deshalb auch immer mit dem aktuellen Beta-Faktor betrachtet werden.
  2. Eine hohe Dividendenrendite ist Kontraindikator für einen Seitwärtstrend
    Wenn Sie im Depotauszug Aktien finden, die bei einer aufwärtsgerichteten Marktentwicklung nicht mitziehen, dann liegt es wahrscheinlich auch an der Attraktivität der Jahres- oder Quartalsdividenden. Da gerade in einer Niedrigzinsphase Anlagegelder nach anderen Investmentvehikeln mit hohen, laufenden Erträgen suchen, steigt deren Nachfrage. Deshalb besteht meist eine Kontraindikation zwischen einer hohen Dividendenrendite und einem Seitwärtstrend. Dieser wird umso unwahrscheinlicher, je höher die aktuellen und zukünftigen Dividendenzahlungen eingeschätzt werden. Eine hohe Dividendenrendite schützt deshalb meist vor einer enttäuschenden Kursentwicklung und ist ein sehr gutes Kriterium auch vor dem Kauf eines bestimmten Wertpapiers.
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Bei der Bewertung und Verbesserung des Depots sollten Sie als Anleger nicht nur ein Auge für diejenigen Aktien haben, die sich sehr gut entwickeln. Sondern auch für diejenigen, die der aktuellen Marktentwicklung hinterherhinken. Durch ein paar Kennzahlen und genaues Beobachten können Sie eine fundierte Entscheidung treffen!

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