In Teil 2 unserer Fonds-Serie: Die Rendite von Fonds sind wir bereits auf Ausgabeaufschläge als wesentlichen Faktor der Renditedezimierung eingegangen und haben daraus geschlossen, dass Investitionen in Fonds gerade wegen potenzieller Ausgabeaufschläge einen langfristigen Charakter haben (sollten).
Ausgabeaufschläge dienen in der Regel zum Tragen der Vertriebskosten, die ein aktiv gemanagter Fonds durch den Ausgabeaufschlag auf den Investor weiterreicht. Daher sind Ausgabeaufschläge auch immer verhandelbar – die Person bzw. Organisation, die Ihnen Fonds verkaufen möchte, verzichtet aber nur ungern auf Teile ihrer Provision.
Neben dem Kauf von Fonds über die Börse, bei der keine Ausgabeaufschläge anfallen, können Sie Fonds auch bei Vermittlern, also Fondsvermittlern, kaufen. Diese bieten in der Regel hohe Rabatte an – bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag ist möglich. Bekannte Anbieter sind etwa Fondsvermittlung24.de oder AVL.
Fonds über die Börse kaufen
Eine andere Art der „Renditeoptimierung“ ist die Einsparung von Transaktionskosten – also Gebühren beim An- und Verkauf von Wertpapieren. Wie das möglich ist? Moderne Neobroker haben die Handelskosten radikal reduziert: Bei Trade Republic kosten Orders pauschal 1 €, ETF-Sparpläne sind komplett kostenlos. Bei Scalable Capital sind im Free Broker ETF-Sparpläne ab 1 € Sparrate ebenfalls kostenlos, ab dem Prime-Abo fallen für Einzelorders keine Ordergebühren mehr an.
In Folge 11 – Der Broker gehen wir ausführlich auf die Kriterien zur Auswahl eines günstigen Online-Brokers ein. Recherchieren lohnt sich hier auf jeden Fall — je nach Handelsverhalten können über die Jahre mehrere Hundert Euro an Gebühren gespart werden.
Weiterführende Links
- Folge 75 – Den richtigen Fonds finden (Fonds #24)
- Folge 79 – Wie kaufe ich den richtigen Fonds? (Fonds #28)
- Folge 80 – Die ultimative Zusammenfassung zum Thema Fonds
- Depotkonto-Vergleichsrechner

