Wie gut sind aktiv gemanagte Fons wirklich?

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Wie gut sind aktiv gemanagte Fons wirklich?

Die Idee des aktiv gemanagten Investmentfonds begeistert immer mehr Anleger weshalb dieses Geldanlage-Instrument bei vielen Anlegern im Wertpapierdepot zu finden ist. Allerdings stellen sich hierbei einige Fragen: Kann ein aktiv gemanagter Fonds wirklich dauerhaft den Aktienindex schlagen? Und ist dieser eher als Beimischung zum Depot gedacht oder sollte der Löwenanteil der Geldanlage dort investiert werden.

DieKleinanleger.com testet für Sie zwei interessante Fonds und kommt zu einem interessanten Ergebnis:

1.) DekaFonds TF (WKN: DK2D7T)

Die Sparkassen-Gruppe wirbt ja oftmals sehr deutlich mit ihrer angeblichen Nähe zu den Kunden und zu den Märkten. Da kommt es schon mal vor, das ein Hubschrauber in einem Fernsehspot zwischen Häusern landet, was Kompetenz und Marktkenntnis signalisieren soll. Wie weit es mit dieser Aussage her ist, lässt sich sehr gut am DekaFonds TF der Sparkassen-Gruppe zeigen:

Dieser wurde im Jahr 2009 aufgelegt und investiert seitdem überwiegend in deutsche Standardwerte wobei die Bayer AG, die Daimler AG und die Allianz SE die Schwergewichte dieses Fonds darstellen. Obwohl dieser Fonds auch in den turbulenten Börsenzeiten dieses Jahres eine positive Performance erzielt, so sieht der Langfrist-Vergleich nicht mehr so gut aus. Bei einer aktuellen Kursabfrage auf Basis der Daten vom 24.09.2015 ergab sich eine 5-Jahres-Performance von 44,33 %. Im Vergleichszeitraum schnitten sowohl der MSCI Germany Index mit einem Plus von knapp über 51 %, als auch der DAX mit einem Plus von 49,68 % besser ab. Deshalb bewertet die Ratingagentur Morningstar diesen Fonds auch mit neutral.

Damit ergibt sich das erstaunliche Ergebnis: Trotz des Heraussuchens sehr guter Einzelaktien (sog. “Stock Picking”) kann der aktiv gemanagte Fonds der Sparkassen-Gruppe nicht unbedingt und immer die Vergleichs-Indizes bzw. Benchmarks schlagen!

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2.) AXA Deutschland Fonds (WKN: 847136)

Die Versicherungsgesellschaft AXA ist vielen Verbrauchern insbesondere durch großflächige Plakatierung oder auch durch die Fernsehwerbung bekannt. Aufgrund des großen Anlagevolumens sowohl von eigenen, als auch Kundengeldern kann bei diesem Anbieter bzw. dessen Tochtergesellschaft von einer hohen Expertise bei der Geldanlage ausgegangen werden. Wir haben einen Aktienfonds für deutsche Standardwerte betrachtet, dessen Hauptpositionen im Automobilbereich (Daimler, VW), Gesundheitswesen (Bayer AG) und dem Finanzbereich (Allianz-Aktien) zu finden sind.

Dieser Fonds zeigt kurz- und mittelfristig eine Performance, die leicht höher als der Vergleichsindex ist. In fünf Jahren konnte er eine Gesamtrendite von etwa 62 % erzielen – und damit durch eine gute Aktienauswahl den Vergleichsindex leicht übertreffen. Allerdings sollten die Anteilseigner bedenken, dass die laufenden Fondskosten höher sind als beispielsweise bei einem Indexfonds bzw. einem ETF. Alleine der Ausgabeaufschlag des AXA Deutschland Fonds von 4,50 % sorgt dafür, dass weniger “Netto” bei der Geldanlage ankommt und dieser Gebührennachteil durch eine höhere Rendite erst wieder ausgeglichen werden muss.

Anhand dieser beiden Fonds kann man sagen, dass wirklich gute Aktienfonds auf den ersten Blick die Performance eines Indexfonds und des Vergleichsindexes schlagen können. Ihre höheren Gebühren aber einen Großteil dieses Vorteils wieder zunichte machen können. Wenn zudem das Management nicht börsentäglich aufpasst und nicht die besten Entscheidungen trifft, dann bekommen die Anleger – wie beim exemplarisch gezeigten Deka-Fonds – möglicherweise nicht das beste verfügbare Produkt.

Eine Möglichkeit ist es, einem Broker beim Investment zu vertrauen. Dieser kennt sich auf dem Markt aus und weiß auch Details, wie Gebühren. Die besten Brokerangebote finden Sie übrigens über unseren Vergleichsrechner.

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Ein den Index nachbildender Fonds orientiert sich wesentlich mehr an der tatsächlichen Marktentwicklung und wird sich in aller Regel gleichmäßiger als ein aktiv gemanagter Fonds entwickeln.

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